13.12.2017, 10:05 Uhr

Was Pendler im Bezirk brauchen

Mehrmals wöchentlich pendelt die junge Garserin Alex mit dem Zug nach Wien

Der ÖBB-Fahrplanwechsel bringt zahlreiche Verbesserungen im Bezirk Horn. Eine Bestandsaufnahme. 

Niederösterreich ist das Land der Pendler. Aktuell werden jährlich 30 Millionen Bahn- und 51 Millionen Buskilometer angeboten. Und jährlich werden es mehr. Auch im Bezirk Horn steigt das Angebot im Öffi Verkehr. Wir haben Pendler im Bezirk gefragt, wie zufrieden sie mit der Verbindung sind - und was sie sich vom "Öffi-Christkind" wünschen würden. 


Alex Hengl (Gars am Kamp, 19) pendelt mehrmals wöchentlich von ihrem Wohnort nach Wien in die Uni. Obwohl Gars am Kamp direkt an der Strecke der Kamptalbahn liegt, bevorzugt die junge Studentin die Franz-Josefs-Bahn. Derzeit fährt sie mit dem Auto nach Limberg-Maissau und nimmt dann den Zug nach Wien. „Wenn ich durchs Kamptal fahren würde, wäre ich eine halbe Stunde länger unterwegs und es ist immer blöd mit den Anschlusszügen.“, bedauert sie. Mit dem von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Verkehrslandesrat Karl Wilfing vorgestellten Mobilitätspaket 2018-2022 sind positive Änderungen in Sicht. „Zusammen mit den ÖBB investieren wir rund 875 Millionen Euro in Regionalbahnen, P&R-Anlagen und Bahnhöfe im ganzen Land bis 2030.“, so der Verkehrslandesrat.

Unter anderem werden im Bezirk Horn die Kamptalbahn modernisiert, die Reisezeit verkürzt und die Bahnhöfe Horn, Rosenburg, Stallegg, Kamegg, Gars-Thunau attraktiver und barrierefrei gestaltet. Der Bahnhof Horn soll zum multimodalen Knoten zwischen der FJB und der Kamptalbahn (über Krems nach St. Pölten) und dem Regionalbusverkehr ausgebaut werden. Darüber hinaus wird in die Direktanbindung Horn – FJB und Fahrzeitkürzungen von 15 bis 20 Minuten investiert.

Eine wesentliche Verbesserung ist für Alex schon jetzt spürbar: „Das WLAN in den neuen Zügen ist super! Sei es zum Lernen für die Uni oder wenn man einen Film schauen mag um die Zeit totzuschlagen.“ Welche Wünsche bleiben noch offen? Alex dazu: „Für Studenten gibt es kein Top-Jugendticket mehr. Das Monatsticket ist leider teuer genug.“ Schüler und Lehrlinge können mit dem sogenannten Top-Jugendticket um 60 Euro pro Jahr Bim, Bus und Bahn in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland nach Belieben nutzen, Ferien inklusive. Ein Pendant für Studierende wird schon länger von vielen Studenten aus dem Horner Bezirk gewünscht.
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