25.09.2014, 14:49 Uhr

Die HLW Horn zu Besuch in Berlin

Die Maturaklassen der HLW Horn vor dem Brandenburger Tor, September 2014 ganz li: DI Mag. Markus Steindl und Mag. Agnes Wagner ganz re: Mag. Elisabeth Riederer (Foto: HLW Horn)
Am 9. November 2014 jährt sich zum 25. Mal der Fall der Berliner Mauer. Als Erinnerung an diesen Anlass findet man schon jetzt zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen zum Thema in Deutschlands Hauptstadt.
Der Kalte Krieg, die Teilung der Stadt und die friedliche Wiedervereinigung sind allerdings nicht nur ein Teil der Geschichte sondern auch fester Bestand des Geschichtsunterrichts. Anstatt den Stoff aus Büchern zu lernen, fuhren die beiden 5. Jahrgänge der HLW Horn gemeinsam mit ihren Klassenvorständinnen Mag. Agnes Wagner und Mag. Elisabeth Riederer, sowie DI Mag. Markus Steindl direkt an den Ort des Geschehens. Fünf Tage verbrachten die SchülerInnen in Berlin, wo sich alles um das Leben in Ost und West, um die damaligen Umstände und um die oftmals verzweifelte Lage der Betroffenen drehte.
Um die Stadt an sich besser kennen zu lernen, gab es eine Stadtrundfahrt mit Reisebegleitung. Am Brandenburger Tor und beim Holocaust Mahnmal wurde ein kurzer Stopp eingelegt. Die 2005 eröffnete Gedenkstätte aus 2711 grauen Betonelementen soll an alle ermordeten Juden Europas erinnern.
Eine weitere Station des Reiseprogrammes war der Besuch des Mauermuseums am Checkpoint Charlie. Dieser militärische Kontrollpunkt war der wohl bekannteste Grenzübergang zur Zeit der Teilung und wurde von den Amerikanern bewacht. Im Museum finden sich unzählige Geschichten und Berichte über Fluchtversuche, Schicksale, Niederlagen und Erfolge. Die Schüler versanken in alten Briefen von Kindern an ihre Mütter, in Tagebucheintragungen und Zeitungsartikeln und konnten sich von Raum zu Raum ein besseres Bild über die einstigen, schwierigen Umstände machen.
Dem Mauerverlauf konnte man immer wieder begegnen, denn eine doppelte Pflastersteinreihe im Straßenboden markiert den Mauerverlauf. Mauerreste sind auch entlang der Gedenkstätte „Topographie des Terrors“ in der Niederkirchnerstraße erhalten. Ein besonderes Stück Mauer ist die East Side Gallery, ein Mauerstreifen, wo die Schüler Graffitikunst in 101 Bildern von Künstlern aus aller Welt bewundern konnten.
Das Musical „Hinterm Horizont“ mit der Musik von Udo Lindenberg zeigte den Besuchern aus Horn eine ost-westdeutsche Liebesbeziehung an jenem Platz, wo einst die Mauer Deutschland in Ost und West teilte.
Ein Besuch im Ägyptischen Museum stand ebenfalls auf dem Programm. Das Museumsgebäude wurde zu Kriegszeiten fast völlig zerstört und so vermischte sich die Führung durch die Welten der Pharaonen und Pyramiden mit Geschichten aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs.
Natürlich wurde auch der Fernsehturm, ein Wahrzeichen Berlins, besichtigt. Aus 207 m Höhe konnten die Schüler der HLW Horn die ganze Stadt samt ihrer Sehenswürdigkeiten noch einmal auf sich wirken lassen, bevor die Heimreise anstand.
In der Schule wird nun intensiv am Thema Nationalsozialismus und Ost-West Konflikt in Form eines Projektes gearbeitet, um die gewonnenen Informationen zu verwerten und am Tag der offenen Tür (21./22.Nov. 2014) zu präsentieren.
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