12.10.2016, 11:30 Uhr

„Dorfbegehung barrierefrei?“ in Meiseldorf

Bgm. Nikolaus Reisel, gfGR Martin Ziegler, Sonja Kreutzer (NÖ.Regional), Rudolf Stangelmaier, Mathias Past (Logsol), vorne: Stefan Lobenschuss, hinten: gfGR Ortsvorsteher Matthias Pithan, Rudolf Pithan, Ernestine Stangelmaier, Alfred Luger(BHW-NÖ) (nicht am Foto: Eva-Maria Speta (BHW-NÖ) (Foto: privat)
MEISELDORF. Hürden überwinden ist anstrengend und für manche Personen unmöglich. Das ist auch in Gemeinden so. Deshalb bietet das Bildungs- und Heimatwerk NÖ (BHW) Gemeinden in Niederösterreich „Dorfbegehung barrierefrei?“ an. Bei diesem Angebot für Gemeinden geht es darum, Grundkenntnisse und rechtliche Rahmen zur Barrierefreiheit zu vermitteln sowie wesentliche Hürden in der Gemeinde zu entdecken und in weiterer Folge zu entfernen. MitarbeiterInnen der NÖ.Regional.GmbH haben ermöglicht, dass die GemeindebürgerInnen von Meiseldorf am 4. Oktober 2016 das Angebot des BHW theoretisch und praktisch kennenlernen konnten.

Barrieren entstehen auch in Köpfen

Ing. Alfred Luger vom BHW-NÖ informierte die interessierten Bürgerinnen und Bürger in Meiseldorf im Dorfhaus Maigen über Barrierefreiheit – was sie bedeutet und warum sie wichtig ist. Eine wichtige Erkenntnis war für viele BürgerInnen, dass Barrieren nicht nur in der Mobilität bestehen, sondern oft auch in unseren Köpfen. Mag. (FH) Mathias Past referierte unter anderem über die Bedeutung der Barrierefreiheit und über barrierefreies Bauen. Er verwies dabei vor allem auf die ÖNORM B1600, in der alle Kriterien dafür beschrieben werden.

Alltagsgeschichten

Nach dem theoretischen Input machten sich die TeilnehmerInnen auf den Weg durch die Ortschaft, um gemeinsam Hürden zu entdecken und bestehende Probleme zu erörtern. Sehr praxisnah konnte ein Rollstuhl ausprobiert werden, um selbst die Auswirkung von kleinen Barrieren zu erkennen. Betroffene BürgerInnen, die selbst in der Mobilität eingeschränkt sind, berichteten sehr anschaulich von ihrem Alltag im Rollstuhl.

Gemeinsam gegen Hindernisse

Schlussendlich wurden die aufgezeigten Hindernisse in der Ortschaft gemeinsam reflektiert. Bürgermeister Ing. Nikolaus Reisel hat fleißig mitgeschrieben und bereits einige Notizen zur Behebung der einen oder anderen Hürde in der Gemeinde Meiseldorf gemacht. Ein Bericht, in dem alle aufgefundenen Barrieren dokumentiert und Lösungsvorschläge gemacht werden, erhält die Gemeinde in den nächsten Wochen vom BHW NÖ. Die NÖ.Regional.GmbH unterstützt einerseits das BHW NÖ bei der Organisation und Durchführung von „Dorfbegehung barrierefrei?“, andererseits die jeweilige Gemeinde bei der Umsetzung der im Protokoll zusammengefassten Maßnahmen. Tätig werden hier sowohl die RegionalberaterInnen als auch die MobilitätsmanagerInnen der NÖ.Regional.GmbH.


„Mobilitätsmanagement“ ist ein Service der NÖ.Regional.GmbH. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der regionalen Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.
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