22.05.2017, 19:20 Uhr

Ein Kind trauert: Kleine Freunde sind weg

Annika (18) unterstützte ihren Bruder Marco (16) bei der Hasenpflege. (Foto: Eva Wieland)

Eine seltsame, vermutlich bösartige Aktion ereignete sich vor kurzem in der Nähe von Horn

MÖDRING. "Wir haben einen 16-jährigen von Geburt an behinderten Sohn, der in seiner Entwicklung ziemlich weit zurück liegt. Deshalb bekam er zu Therapiezwecken zwei Hasen", sagt Eva Wieland. Marco besorgte für sie ihr Futter, brachte ihnen dies in ihr Freigehege und beteiligte sich mit Unterstützung auch an der Sauberhaltung des Geheges.
"Es war wichtig für ihn, dass er lernen konnte, sich um jemanden zu kümmern und die Verantwortung für ein anderes Lebewesen zumindest teilweise zu übernehmen."
Durch diesen häufigen Kontakt waren die Tierchen natürlich sehr zutraulich. "Nur so konnte es geschehen, dass sich in der Nacht vom 15. auf den 16. Mai 2017 jemand in unseren Garten schleichen und die beiden an sich nehmen und wegbringen konnte. Nachbarn haben die Hasen zwischen 3 und 4 Uhr laut schreien gehört. Marder oder Fuchs als 'Täter' sind auszuschließen."

Ein Kind ist traurig

"Unser Sohn versteht nun natürlich nicht, wieso seine beiden Freunde nicht mehr da sind und fragt immer wieder, wann sie nun endlich zurückkommen."


Nachts in fremden Gärten

"Ich glaube, ich muss nicht ausdrücklich erwähnen, was ich davon halte, dass jemand nachts in fremde Gärten einsteigt. Aber dass er dann einem behinderten Kind seine Spielkameraden stiehlt, ist eine unglaublich bodenlose Schande", sagt die Mutter traurig.
Es waren ein schwarzer und ein schwarz/weißer Hase (ein Jahr alt). "Ich will alle anderen Tierbesitzer warnen: 'Passt gut auf eure Viecherl auf, es gibt hier 'Menschen', die sind offensichtlich zu allem fähig."
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