07.08.2018, 13:05 Uhr

Ferialpraxis: "Mein erster Job"

Transportunternehmen Baker in Gars: Chef Gerald (Foto: Schwameis)

Das waren noch Zeiten. Herbert Katholnig, Bgm. Schmöger und Transportunternehmer Baker erinnern sich.

BEZIRK. Herbert Katholnigs erster Ferialjob war bei der jetzigen Fa. Egston, da hat er Elektroteile am Fließband vervollständigt. Im darauffolgenden Jahr jobbte er bei der Stadtgemeinde Eggenburg und sein dritter Ferienjob war 'Bier-Beifahrer' beim damaligen Eggenburger Bierdepot - das machte er zwei Monate lang. "Um 7 Uhr sind wir gestartet und haben das Bier zu den Wirten geliefert. Wenn ich in die Wirtsstube kam, nachdem ich das Leergut auf den LKW geladen hab, wartete auf der Theke schon ein 1/8 oder ein Bier auf mich. Um 9 Uhr war ich so müde, dass ich auf der Fahrt zwischen den Wirtshäusern geschlafen hab. Daher gab es am Nachmittag bei jedem Wirten Kaffee - natürlich konnte ich am Abend nicht einschlafen", lacht er. "Aber ich hab pro Monat 10.000 ÖS verdient und konnte mir ein schönes Moped kaufen."

Bgm. Schmöger


Bgm. Schmöger ist in einer Landwirtschaft aufgewachsen, "schon als Kinder mussten wir mitarbeiten - das war mein Ferialpraktikum. Nein, tatsächlich hat man bei anderen Landwirten, die Hilfe benötigten, fleißig mit angepackt und hat so neben der Fachschule Geld verdient. "Schlecht gegangen ist es uns zu Hause nicht, wenn wir was gebraucht haben oder wollten, haben wir es immer bekommen", lächelt Schmöger.

Transportunternehmer Baker

Sein erster Ferialjob war in der Mantler Mühle. Dort trug Gerald Baker abgefüllte Säcke über der Schulter, half beim Palettieren und beim Abladen des Korns. "Das hat großen Spaß gemacht", lacht er rückblickend, deshalb machte er den Job gleich drei Sommer lang und finanzierte sich damit den Führerschein. Heute ist er Firmenchef mit 12 Angestellten, sechs großen LKWs und drei Schulbussen.

Dorian

Dorian Bauer (16) über seinen Ferialjob: "Insgesamt habe ich mich schon vor Monaten bei sieben Firmen in der Region als Ferialpraktikant beworben, das Klinikum Horn hat mir für den Zeitraum Juli zugesagt. Für mein Pflichtpraktikum in der HAK, das 300 Stunden umfasst, habe ich daher heuer schon 160 Stunden absolvieren können." Gefallen hat es ihm sehr gut, er war in der Materialverwaltung tätig. "Die Ware, die für die Stationen benötigt wurde, durfte ich vorbereiten und verbuchen. Den Großteil des Geldes, das ich verdient habe, spare ich. Zwei Kleinigkeiten leiste ich mir, ein Playstation-Spiel und neue Schuhe."
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