29.11.2016, 19:26 Uhr

Gars gefällt Asylwerbern nicht - Umzug nach Stockerau

GARS. "Die Burschen (unbegleitete minderjährige Flüchtlinge) werden nach Stockerau übersiedeln - für immer. Teilweise weil sie hier nicht glücklich sind", sagt Iris Borgmann, Obfrau des Vereins Fluchtweg.
Tatsache ist, dass in Gars nicht so viel los ist wie in Stockerau. Die 17 Burschen aus dem Georg-Danzer-Haus (Nähe Falco-Villa) werden daher Anfang Dezember übersiedeln. In Stockerau wurde mittlerweile vom Verein Fluchtweg ein viertes Haus dazu genommen. Es ist das erste Georg-Danzer-Schulhaus - die Eröffnung war erst im September. Dort werden sie die Schule besuchen.
Die Burschen (über 14, vorwiegend aus Afghanistan) haben ihre Freunde in Stockerau. Auch eine Fahrt nach Wien ist aus dem Waldviertel keine häufige Option. "In Gars sind wir nicht die Lieblingsbewohner von nebenan", heißt es. "Immer wieder gibt es Briefe im Postkasten mit 'Schleichts euch'."
"Man kann nur anders sein und seinen eigenen Beitrag in der Gesellschaft leisten", meint Borgmann ruhig.
"Es sind nur vereinzelte Menschen, die solche Zettel in Briefkästen schmeißen. Denn von der Gemeinde Gars, anderen öffentlichen Stellen und Garsern wurden die Bewohner der wunderschönen Villa am Kamp immer herzlich aufgenommen", sagt ein Anrainer, der den Auszug der Burschen bedauert. "Es hat mit ihnen nie Probleme gegeben, die sind gar nicht aufgefallen, waren ganz angenehm und ruhig."
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