19.01.2018, 14:22 Uhr

Gemälde eines unbekannten Malers um 1818 ..

(Foto: Museum Horn)

.. , restauriert um 1970. Johann Georg Grasel - Öl auf Leinwand, 59 x 47,5 cm

HORN. "Dieses einzige Ölporträt des „Räuberhauptmannes“ ging am 2.2.1931 als Geschenk der Baronin Therese Pfungen aus Gars in das Eigentum des Höbarthmuseums, heute Museum Horn, über", berichtet Museum Horn-Direktor Anton Mück.
Deren Onkel, Josef Reichsfreiherr von Haan, k.k. Kürassier-Rittmeister, der als Leutnant zur Justifizierung von Grasel abkommandiert worden war, hatte das Gemälde von einem unbekannten Maler erworben, der den Räuber angeblich vor seiner Hinrichtung porträtiert hatte.
Johann Georg Grasel (1790-1818), wird in diesem hübschen Bildnis in idealisierter Weise als fescher junger Mann mit schmalem Gesicht, gerader Nase und dunkelbraunen, gewellten Haaren wiedergegeben. Bekleidet ist er mit einem graublauen Rock mit schmalem Kragen, weißen Hemd und schwarzem Halstuch. Obwohl das Bild angeblich nach der Natur gemalt wurde, diente wahrscheinlich eine Grafik als Vorlage, die vielleicht vom selben Künstler stammt. Neben den bis ins Detail reichenden Gemeinsamkeiten, wie der Form der Haarsträhnen, gibt es aber auch einige Unterschiede. Das schlanke Gesicht, die elegantere Form der Lippen und der stärker verinnerlichte Blick der schielenden, braunen Augen im Ölgemälde zeigen eine größere Tendenz zur Idealisierung des „Räuberhauptmannes“, dessen gefasster und mutiger Gang zum Galgen bald ebenso legendär wie seine Raubtaten wurden.
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