03.01.2018, 19:08 Uhr

Gleichenfeier & Silvesterwanderung zum Jahreswechsel im Thayatal - mit LR Ludwig Schleritzko

(Foto: Nationalpark Thayatal)
Bei der traditionellen Silvesterwanderung im Nationalpark Thayatal gab es diesmal einen besonderen Auftakt. Mehr als 420 Besucher waren nach Hardegg gekommen, um die Dachgleiche beim Bau des Wildkatzen Camps zu feiern. Als Nationalpark­direktor hatte Landesrat Ludwig Schleritzko die Errichtung der Projektwochen-Unterkunft initiiert und einen Architekten­wettbewerb gestartet. Nun konnte er sich von der erfolgreichen Umsetzung der ersten Bauphase überzeugen.

„Der Bau des Wildkatzen Camps ist für den Nationalpark Thayatal ein ähnlich großer Schritt, wie es die Errichtung des Nationalparkhauses vor 15 Jahren war. Kinder und Jugendliche werden hier einen unvergesslichen Aufenthalt erleben und eine tiefgehende Beziehung zur Natur aufbauen. Das Land NÖ finanziert gemeinsam mit dem Bund und der Europäischen Union diese zukunftsweisende Maßnahme der Natur- und Umweltbildung!“ freut sich Landesrat Ludwig Schleritzko, der in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner an der Gleichenfeier zum Auftakt der traditionellen Silvesterwanderung teilgenommen hat.

Das Gebäude liegt direkt am Rande des Nationalparkwaldes und fügt sich sehr gut in das Gelände des bestehenden Nationalparkhauses ein. Es bietet Platz für zwei Schulkassen und ihre Betreuungspersonen, auch für die Nationalpark-Ranger sind zwei Zimmer vorgesehen. Ein heller, nach Süden ausgerichteter Multifunktionsraum dient als Aufenthaltsraum bei Schlechtwetter. Entsprechend dem Motto „Frei und wild wie eine Wildkatze“ werden die Kinder und Jugendlichen sehr viel Zeit in der Natur verbringen. Darum wird es am Camp-Gelände auch Lagerfeuerplätze, Outdoor-Küchen und ausreichend Freiflächen geben, auch der umliegende Wald wird in das Gelände mit einbezogen.

Eine Jury wählte im Jänner 2017 den mehrteiligen Gebäudekomplex als Siegerprojekt eines geladenen Wettbewerbs aus. Das Konzept stammt vom Hollabrunner Architekturbüro Maurer & Partner, welches auch die Bauleitung innehat. Nach dem Spatenstich am 28. September konnte die Baufirma Brabenetz sofort mit der Errichtung beginnen. Die Fläche wurde nivelliert, Leitungen verlegt und die Fundamentierung vorbereitet. Der Wintereinbruch Anfang Dezember brachte eine kurze Verzögerung, aber nach dem Betonieren der Bodenplatte ging es Schlag auf Schlag. Wände und Dachkonstruktion wurden mittels vorgefertigter Elemente von der Firma Holzbau Maresch innerhalb von zwei Wochen zusammen gebaut. Noch vor Weihnachten konnte die Firma Bruckner die Fenster montieren, so dass die weiteren Bauarbeiten von Elektriker Babinsky und Installateur Wassermann auch im kalten Jänner weiter geführt werden können.

Beim gemeinsamen Rundgang mit Architekt Ernst Maurer und Nationalparkdirektor Christian Übl zeigte sich Landesrat Ludwig Schleritzko beeindruckt von der Umsetzung der Konzeption: „Das Gebäude öffnet sich auf mehreren Seiten hinaus in die Natur, gleichzeitig vermittelt der Baustoff Holz eine behagliche Geborgenheit. Ich freu mich schon auf die Fertigstellung im Frühling 2018!“.

Nach der Besichtigung des Gebäudes durch die Besucher startete die traditionelle Silvesterwanderung. Diese geht auf die Initiative des Retzer Konditors Felix Wiklicky zurück. Erstmals wurde sie 1998 abgehalten, diesmal wurde sie bereits zum zwanzigsten Mal durchgeführt. Auf zwei verschiedenen Routen führten die Nationalpark-Ranger die Besucher hinunter zum Einsiedler-Felsen. Neben der Felswand, am Ufer der Thaya, konnten die Teilnehmer mit einem Glas Sekt auf das neue Jahr anstoßen.


Foto: Bernadette Lehner, Franz Linsbauer mit Tocher, , Leader-Manager Roland Deyssig, Landtagsabgeordneter Richard Hogl, Landesrat Ludwig Schleritzko, Konditor Felix Wiklicky, Architekt Ernst Maurer, Ing. Arnauer (Elektor Babinsky), Baumeister Hans Brabenetz, Ing. Palasch (Holzbau Maresch), Ing. Martin Pelikan (Fa. Wassermann)
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