08.09.2014, 22:07 Uhr

Handybetreiber schickt Rechnungen für Tote

HORN. Die Kundin des Handy-Providers ist am 20. April 2002 äußerst tragisch in den Armen ihrer Eltern verstorben, nach einer langen schweren Krankheit. Das Trauma sitzt den Eltern nach wie vor im Nacken. Da bekommt die Verstorbene eine Rechnung über 25 € für den Monat Mai 2014. Der Vater teilt dem Mobilfunkbetreiber mit, dass die Tochter verstorben sei. Es kommt ein Beileidsschreiben und gleich die nächste Zahlungserinnerung. Wieder Anruf, wieder ein Beileidsschreiben, wir bedauern... Es wird ihm vorgeschlagen, den Vertrag zu kündigen. Er sagt: "Ich habe keinen Vertrag, daher kann ich ihn auch nicht kündigen." Es kommt eine zweite Rechnung, für Juni 2014. Wieder Mahnungen, wieder Anrufe, wieder wird die Sterbeurkunde hingefaxt, daraufhin erfolgt vom Handybetreiber keine Reaktion mehr, sondern ein Inkassobüro schickt eine Rechnung von fast 100 €. Letzter Ausweg war, sich an einen Anwalt zu wenden. Anwalt Wolfgang Lentschig:"Hier weiß scheinbar die rechte Hand nicht, was die linke tut. Alle Interventionen nützten nichts. Es wird eine Unterlassungsaufforderung geben, wo der Provider aufgefordert wird, jeden Kontakt zu den Eltern zu unterlassen."
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Wolfgang Fürst aus Hollabrunn | 09.09.2014 | 20:46   Melden
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