14.12.2017, 15:02 Uhr

Leserbrief: Ablehnung Arztbesuch

(Foto: Pixabay)
Meine Schwester, 79 Jahre alt, Pflegegeldempfängerin ließ sich vorigen Mittwoch zum Hausarzt bringen, da sie auf zwei Fingern starke Rötungen und Blasen hatte.Sie wurde ärztlich und mit Medikamenten versorgt.Am Freitag (Feiertag) mußte sie nach Sigmundsherberg gebracht werden. Am 10.12. wieder zum Hausarzt, der sie auf Grund des schlechten Zustandes der Finger ins Krankenhaus Horn mit der Rettung bringen ließ. (Dazu kam noch die ungeheuerliche Bemerkung einer Angestellten, ob sie nicht jemanden hat, der sie nach Horn bringen kann. )In Horn waren die Ärzte ausgesprochen nett, aber sie konnten ihr nicht weiter helfen, da es keine Fachabteilung gibt. Mitllerweile gab es drei Diagosen. Die Ärzte baten sie einen entsprechenden Hautarzt aufzusuchen. Und nun begann der Spießrutenlauf. Die Hautärztin in Horn wurde angerufen und man bat um einen dringenden Arztbessuch, da es ein Akkutfaenll ist. Sie ist für Wochen ausgebucht und kann niemandden aussertourlich annehmen.Sie sollte nach Krems zu irgendeinen Hautarzt fahren. Meine Schwester ist mit den Nerven total am Ende Sie hat keine Haut mehr auf den Fingern. Wie kommt sie nach Krems ohne wieder einen Transportschein zu holen Es ist nicht einzusehen, dass ein Facharzt in Notfällen ganz einfach die ärztliche Hilfe ablehnen darf. Wo bleibt da der ärztliche Eid, den jeder Arzt leisten muss.Wenn sie von der Krankenkasse aus, die Annahme des Patienten verwehren kann, ist das ein Skandal sondergleichen. Wie gut funkioniert unser Sozialstaat?

Adelinde Lehr, Eggenburg
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