19.11.2016, 00:49 Uhr

SV Horn „Fan“ lässt Coach des LASK explodieren

Hängende Köpfe vor leeren Tribünen

Der SV Horn enttäuschte im letzten Heimspiel vor der Winterpause auf ganzer Linie und ging gegen den Tabellenzweiten aus Linz 4:1 unter.

Auf sich aufmerksam machen konnten nur zwei Horner, beide jedoch nicht positiv. Milan Bortel hatte sich in Minute 72 nicht unter Kontrolle und griff einem Gegenspieler ins Gesicht. Der Innenverteidiger flog folgerichtig mit Rot vom Platz. Wenige Minuten später musste dann ein Rieder auf die Tribüne. Coach Oliver Glasner verlor die Geduld, nachdem er das ganze Spiel lang von einem Horner „Fan“ beschimpft worden war, als der besagte auch noch seine Spieler beleidigte, wurde es dem Trainer des LASK zu viel. Er verließ die Coaching-Zone, um sich zu beschweren. Aufgrund dieses Regelverstoßes wurde Glasner von Schiedsrichter Jäger des Platzes verwiesen.

Ein übermächtiger Gegner

Nun zum Sportlichen: Der LASK startete schwungvoll in die Partie und verwertete die ersten beiden Chancen, jeweils per Kopf, zur komfortablen 2:0 Pausenführung. Es geschah nicht zum ersten Mal in dieser Saison, dass man aufgrund von Stellungsfehlern nach Flanken und Standards vermeidbare Gegentreffer erhielt. Die Elf von Hamayoshi hatte den Linzern nichts entgegenzusetzen. Nach dem Seitenwechsel glaubte niemand so wirklich an die Wende. Als dann Milosevic doch, nach schöner Drehung und der Vorarbeit von Orsini, den Anschlusstreffer erzielte, flackerte Hoffnung in den Augen von Fans und Spielern auf. Diese währte jedoch keine ganze Minute lang. Mit dem Anstoß griffen die Linzer sofort wieder an und erzielten postwendend (55.) das 3:1 durch den starken Fabiano.

Der SV Horn wird vorgeführt

Nun hatten die Horner jeglichen Mut verloren. Die Höhepunkte waren emotionaler Natur. Spielerisch wollte nur noch der Lask sein Können demonstrieren. Sie erspielten sich noch einige Möglichkeiten, waren vor dem Tor allerdings zu arrogant, um einen höheren Sieg zu feiern. Den Endstand stellte Rep (88.) her, als er nach einem schweren Patzer von Gonda, der die Verunsicherung der ganzen Mannschaft widerspiegelte, mit dem Ball ins Tor laufen durfte. Die Zuschauer verließen teilweise schon vor dem Schlusspfiff das Stadion.

Sand im Getriebe

Sowohl auf als auch neben dem Platz laufen einige Dinge beim erfolgreichsten Fußballclub des Waldviertels momentan nicht rund. Spieler, Trainer, Manager und auch Fans haben nun aber immerhin genug Zeit bis zum nächsten Heimspiel, um darüber nachzudenken, was Sie eventuell falsch gemacht haben könnten.
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