Bischof Manfred Scheuer: "Es braucht den Mut zum Neubeginn!"

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TIROL. „Angesichts der Tragödien, die derzeit die Tagesordnung bestimmen, ist eine Bischofsernennung wohl zweitrangig“, sagt Manfred Scheuer bei der Pressekonferenz anlässlich seiner Berufung nach Linz. Die nicht ganz freiwillig gekommen war. „Ich habe mich nicht beworben, ich wurde auch nicht gefragt, und ich habe in Rom meine innere Abneigung gegen den Wechsel bekundet. Aber Papst Franziskus hatte sich bereits entschieden“, sagte Scheuer doch lachend.
Er sehe diese Berufung als dynamische Aktivierung der Kräfte, und: „Es braucht den Mut zum Neubeginn“, erklärt Scheuer, der als heute 60-Jähriger bis zum Alter von 75 Jahren Bischof sein kann. Zum bevorstehenden Abschied in etwa zwei Monaten sagt Scheuer: „Ich bin als Fremder 2003 gekommen und gehe von meiner Heimat wieder in die Fremde.“ Der Abschied von den Bergen tue ihm schon weh. Er sehe die Diözese Linz als durchaus große Herausforderung, „die nicht einfach werden wird“.

Zeitpunkt noch unsicher

Scheuer wird sich spätestens Ende Jänner aus Innsbruck verabschieden, bis zu diesem Zeitpunkt bleibt er uneingeschränkt Bischof in Innsbruck. „Ich werde so spät als möglich nach Linz wechseln, um mich in Tirol von vielen Menschen verabschieden zu können.“
Eine Bilanz will Scheuer noch keine ziehen. „Es ist mir noch nicht möglich“, sagt er bescheiden. „Ich weiß, dass die Betroffenheit in der Diözese schon vorhanden ist, aber es wird keine große Unsicherheit ausbrechen.“ Die Tiroler Politik, allen voran Landeshauptmann Günther Platter, bedauert den Wechsel sehr.
Zum zeitlichen Horizont, was die Nachfolge in Tirol betrifft, kann Scheuer wenig sagen. „Ich hoffe nicht, dass diese Besetzung sich ein Jahr lang hinzieht, aber es ist durchaus möglich. Die Ortskirche ist durch ein Konsultationsverfahren eingebunden, welches für Rom kein verbindliches Votum darstellt. Auch ich werde Kandidaten nennen“, sagt Scheuer.

Zweitgrößte Diözese

Die Diözese Linz ist die zweitgrößte Diözese Österreichs, 990.000 Katholiken leben dort in 487 Pfarren. Zum Vergleich: In Tirol leben 390.000 Katholiken in 291 Pfarren.

Die symbolische Linzertorte

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