Charity for Africa - Pfunds hilft!

Wann: 01.10.2011 18:00:00 Wo: Dorf, 6542 Pfunds auf Karte anzeigen

Dieses Jahr findet erstmalig eine "Charity for Africa"-Veranstaltung am 01. Oktober ab 18:00 Uhr in Pfunds am Ensplatz statt.

Ziel dieser Aktion ist es, Spenden für die Menschen in Kenia zu sammeln. Synthia Larcher, eine mutige Pfundserin hilft vor Ort mit, den Menschen in den Slums ein besseres Leben zu ermöglichen. Alleine werden Ihre finanziellen Mittel nicht sehr viel bewirken, daher rief der Eventverein Pfunds diese Aktion ins Leben, damit wir alle Synthia helfen können zu HELFEN. Eine kleine Spende bedeutet für diese Menschen ein besseres Leben!

Für alle denen es nicht möglich ist, am 01. Oktober dabei zu sein aber doch gerne helfen möchten, hier das Spendenkonto: BTV (Bank für Tirol und Vorarlberg), BLZ 16300, Kontonummer: 130.211.100, BIC: BTVAAT22, IBAN: AT79 0001 3021 1100, Empfängerin: Kath. Jungschar Österreich, Dreikönigsaktion

GANZ WICHTIG - VERWENDUNGSZWECK: Charity for Africa – Pfunds, Registrierungsnummer: 1210

Wenn Sie wissen wollen, was Synthia in Kenia erlebt dann lesen Sie hier Ihren kurzen Bericht über das Leben in den Slums:

If you do not do something he will die...
(Wenn du jetzt nichts machst, wird er sterben…)
Diese Aussage eines Arztes vor einem Jahr, als ich einen vierjährigen Jungen am Schoß hielt, hat mein Leben und meine Denkweise beeinflusst und verändert.

Im Mai 2010 kam ich das erste Mal nach Afrika/Kenia und leistete in einer Schule in Kibera, einem der größten Slums Afrikas, Freiwilligenarbeit mit taubstummen Kindern. Dort lernte ich diesen kleinen Jungen, Brandon, kennen. Als ich ihn das erste Mal sah, hatte er Probleme mit seiner Lunge, man vermutete zu diesem Zeitpunkt Tuberkulose, und aus seinen Ohren kam Flüssigkeit. Weder seine Familie noch die Schule hatte Geld die dringend notwendige medizinische Versorgung zu bezahlen. Betroffen von seinem Schicksal brachte ich ihn zu verschiedenen Ärzten, die alle unterschiedliche Diagnosen stellten, welche sie mit Antibiotika behandelten – diese Situation wurde sicher auch durch meine Hautfarbe, aufgrund derer ich als ‚reich‘ eingeschätzt wurde, sowie die nicht allzu umfassende medizinische Ausbildung der Ärzte in den Krankenhäusern, welche für Leute aus den Slums zur Verfügung stehen, verschärft. Die verschiedenen Untersuchungen ergaben jedoch auch, dass er weder HIV positiv ist noch unter Tuberkulose leidete, jedoch auch, dass die Infektion, wenn sie nicht gestoppt werden kann, in sein Gehirn vordringt und somit zu seinem sicheren Tod führen wird.

Heuer haben wir gemeinsam seinen fünften Geburtstag gefeiert, was nicht selbstverständlich und auch kein leichter Weg war, aber mit gesunder Ernährung, verschiedenen Medikamenten, und Unterstützung von Freunden sowie verschiedenen Ärzten geht es ihm heute besser. Man wird nie sagen können, ob er durch diese lange Krankheit oder falscher medizinischer Behandlung taubstumm wurde, aber man kann jetzt in diese Zukunft blicken und ihm die Chance geben die Zeichensprache zu lernen, und die jahrelangen Infektionen, Krankenhausbesuche und Medikamente hinter sich zu lassen.

Wie ein Fahrrad die Welt verändern kann...
Weil ich im ersten Jahr lernte, dass all meine Hilfen nur ‚ein Tropfen auf dem heißen Stein ist‘ und ich zwar für eine Zeit Medikamente und Essen kaufen kann, aber er und seine Familie immer in Abhängigkeit von diesen ‚Almosen‘ leben werden, habe ich heuer mit finanzieller Hilfe von meinen Freunden aus Pfunds, seinem Vater ein Fahrrad gekauft. Er liefert jetzt damit Milch, Wasser und Brot aus und längerfristig kann die Familie finanzielle Verbesserung und irgendwann hoffentlich sogar eine Unabhängigkeit erreichen.

Mit vergleichbar sehr wenig Geld haben wir dieser Familie geholfen und ich wünsche mir, dass wir noch mehr Schicksale wie das des kleinen Brandons ändern können, da es diese Kinder ohnehin schwer genug haben – aufzuwachsen in Slums und in wenigstens Fällen ihre Träume leben zu können, jedoch mit einem täglichen Kampf ums Überlegen konfrontiert sind. Mit kleinen, wohlüberlegten Hilfen, können wir jedoch diesen Kampf erleichtern und ihnen eine bessere Zukunft ermöglichen.

Erst kürzlich haben wir einem kleinen Jungen, der unter schweren spastischen Anfällen leidet, einen speziell für ihn angefertigten Stuhl gekauft, damit er die Welt nicht nur vom Boden aus sieht. Er kann jetzt sitzen, was für ihn und seinen Vater vor kurzem nicht einmal denkbar war. Die zuständige Betreuerin hat uns erzählt, wie sehr sich der Junge freute und kaum mehr zu beruhigen war. Diese kleine Unterstützung erleichtert seiner Familie den Alltag.

Weiters versuchen wir derzeit einer Schule in Kibera zur finanziellen Besserstellung zu verhelfen, in dem wir eine Popcorn Maschine anschaffen. Dies sollte ein erster Schritt zum Aufbau einer finanziellen Stabilität sein. Gleichzeitig wird ein Arbeitsplatz für einen Bewohner/in aus Kibera geschaffen.

Mit den gespendeten Geldern, werden wir (die Leute, die es vor Ort in Tirol sammeln, ich vor Ort mit Unterstützung und Beratung von Expertinnen der Entwicklungszusammenarbeit) verschiedene Projekte unterstützen.

Ich werde in ein paar Tagen mit einer europäischen Kongregation nach Garissa fahren - ein Gebiet, das momentan sehr unter der Dürre leidet und dessen Bewohner keine Möglichkeit haben, in den eigens errichteten Camps Wasser und Essen zu bekommen. Der Besuch vor Ort gibt mir die Möglichkeit zu sehen, wie man den Menschen längerfristig helfen kann.

Von dort aus werde ich Wajir, im NordOsten Kenias, besuchen und zwar eine Schule für taubstumme Kinder, um auch dort zu sehen, ob und was man tun kann um die Kinder und die Schule langfristig zu unterstützen.

Obwohl wir bereits viele Projektideen haben, ist die Umsetzung vom Alltag in Kenia sehr stark beeinflusst. Bis gestern hatten neben den Slums, die von der Hungersnot betroffenen Gebiete erste Priorität. Gestern jedoch, kam es in einem Slum in Nairobi zu einer Pipeline Explosion, welche mehr als 100 Menschen das Leben kostete, Unzählige verletzte und mindestens ebenso viele obdachlos machte und ihnen das wenige, was sie hatten, auch noch genommen hat (http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,785773,00.html, 12.9.2011). Mit Organisationen, die in diesem Slum arbeiteten, versuchen wir abzuklären, ob und wie wir den Betroffenen – meist Frauen und Kinder – helfen können.

Erst durch meine Arbeit mit den Menschen in den Slums habe ich gelernt, was es heißt, nichts zu haben und das wenige was man hat auch noch zu verlieren, in ständiger Angst krank zu werden und kein Geld für Ärzte und Medikamente zu haben, trotzdem das wenige zu teilen und jeden Tag mit einem Lachen zu beginnen. Die Familien haben nicht viel und trotzdem teilen sie mit mir und ich hoffe, dass wir in Tirol auch ein wenig ‚teilen‘ und andere damit zum Lachen bringen.

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