Imster Maurer-Zunft feierte Tinzltag

Traditioneller Tinzltag der Maurer und Zimmerleute im Hotel "Stern" mit den Zunftmeistern Karl Perktold und Josef Koler (Mitte) sowie den Zunftmitgliedern Claudia Bauer und Feuerwehr-Abschnittskommandant Thomas Friedl ("Toumeler") mit dem über 100 Jahre alten Zunftbuch.
  • Traditioneller Tinzltag der Maurer und Zimmerleute im Hotel "Stern" mit den Zunftmeistern Karl Perktold und Josef Koler (Mitte) sowie den Zunftmitgliedern Claudia Bauer und Feuerwehr-Abschnittskommandant Thomas Friedl ("Toumeler") mit dem über 100 Jahre alten Zunftbuch.
  • Foto: Schöffthaler
  • hochgeladen von Petra Schöpf

IMST (HS). Sie ist eine der ältesten und traditionsreichsten Berufsvereinigungen Tirols und feierte am letzten Sonntag ihren Zunfttag: die Zunft der Bauarbeiter, Maurer und Zimmerleute.
Seit über 550 Jahren gibt es die Imster Maurer- und Zimmerleute-Zunft. Und seit nunmehr 33 Jahren stehen ihr die beiden Zunftmeister Josef Koler für die Maurer und Karl Perktold (vulgo "Engeler") für die Zimmerleute vor. Traditionsgemäß traf man sich im Zunfttag („Tinzltag“) im Hotel „Stern“zur Bezahlung der Auflage.
Ein spezieller Service: Das ältesteste Vereinsmitglieder Karl Schwetz (90 Jahre) und an die 20 weitere Zunftmitglieder, die bereits über 75 Jahre alt sind, wurden sogar Tage vorher von den Zunftmeistern zu Hause besucht, wo sie ihre "Auflage" entrichteten. Ehrensache, dass man dabei auch den treuen Senioren in der Zunft die traditionelle Hauswurst mitgebracht hat. Am Zunfttag mit der traditionellen Zunftmesse gedachte man der 2017 verstorbenen Mitglieder mit u.a. einem der ältesten Imster Prof. Norbert Heltschl (Jahrg. 1919), Adolf Anich (Jahrg. 1923), Willi Zebisch (Jahrg. 1933) und Gottfried Monz (Jahrg. 1934).
Nachwuchssorgen hat die Zunft keine, so Zunftmeister Karl Perktold (vulgo „Engeler“). Es sind vor allem die Söhne der langjährigen Mitglieder, die in die Fußstapfen ihrer Väter steigen und die Familientradition der Mitgliedschaft aufrecht erhalten. 


Kastl

Zunft-Tradition in Imst
Die Zünfte haben in Imst jahrhundertealte Tradition, allen voran jene der Vogelhändler („Voglerzunft“) und vor allem der Maurer und Zimmerleute. Sie entstand 1460 mit der Gründung der „Tiroler Bruderschaft des Bauhandwerks“, der auch die Imster Bauhütte als eigenständige Handwerksorganisation mit eigenem „Brudermeister“ samt Bruderschaftsbüchse angehörte. 
Die Zunftpatrone der Maurer und Zimmerleute sind der Hl. Anton von Ägypten, ein wahrer Volksheiliger (bekannt auch als „Facken-Anton“, denn er war ein einfacher Schweinehirt und gründete in Ägypten mehrere Klöster), sowie der Hl. Josef, der Zimmermann und Ziehvater Jesu. Besonders wertvoll sind die Imster Zunftstangen, welche auch bei Beerdigungen von Zunftmitgliedern mitgetragen werden.
Am Zunfttag im Hotel "Stern" gab es natürlich Gesprächsstoff genug. Man erinnerte sich an frühere, beinahe "glorreiche" Zunftfeste mit Musik, zu denen die Imster Baumeister zusammen mit der gesamten Belegschaft erschienen waren und diese frei halten hatten.

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