ArtClub Imst feierte Jubiläum
Kulturpioniere seit 35 Jahren aktiv und erfolgreich

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(IMST/TARRENZ)alra. Der ArtClub Imst hat kürzlich zur Jubiläumsfeier nach Schloss Starkenberg geladen. Gemeinsam mit Freunden und Wegbegleitern wurde ein gemütlich-cooler Abend mit Anekdoten und Rückblicken auf legendäre 35 Jahre Konzerthighlights gefeiert. Standesgemäß durfte Livemusik nicht fehlen – die legendäre „Bluespumpm“ begeisterte bis in die späte Nacht.

Im Jahr 1984 veranstaltete der ArtClub Imst sein erstes Konzert mit dem Aladár Pege Trio, das damals den Jazz in Imst salonfähig bzw. pfarrsaalfähig machte. Das ambitionierte Team rund um den Visionär Günter Hallama bestand aus ebenso Musikverrückten wie motivierten Imstern, die 12.000 Schilling als Startkapital auftrieben und damit einer Idee auf die Sprünge halfen, die das beschauliche Städtchen Imst mit Weltstars wie den Rolling Stones in unmittelbare Verbindung bringen sollte.

Große Visionen in einer kleinen Stadt

Der Wunsch, mit großen Konzertveranstaltern Schritt halten zu können trieb das ArtClub-Team stets an. Die utopische Vorstellung die Bezirkshauptstadt in ein Konzertmekka zu verwandeln erschien manchem zu groß, der ArtClub Imst war jedoch viel zu entschlossen, um sich Grenzen zu stecken.Die Locations in Imst waren zwar räumlich beschränkt, aber die Stars kamen dennoch und füllten vorerst den Stadtsaal restlos, wie etwa der Bassist Stanley Clarke. Bald wurden die Veranstaltungsorte ausgedehnt und mit der Bühne am Stadtplatz war nicht nur das Herz des Ortes, sondern auch das Herz der Imster getroffen. Noch heute geraten die Konzertbesucher von damals ins Schwärmen, wenn von legendären Auftritten von Jethro Tull oder Gilberto Gil die Rede ist. Wer kann schon vom Balkon aus Van Morrison beim Auftritt genießen? In Imst war es den Stadtplatzbewohnern samt Gästen am 15. Juli 1989 möglich.

Megastars in Imst – der ArtClub macht es möglich

Es folgten Stars – kleine, mittlere und ganz große – von kleinen feinen Jazzkonzerten (Jim Pepper, Woody Shaw, Anita O'Day etc.) im ehemaligen Kellerlokal Alegria, über aufsehenerregende Ausstellungen (Gert Chesi, Alois Schild etc.), intensive Kabarettabende (Josef Hader, Kurt Weinzierl, Alf Poier etc.), erinnerswerte Konzerte in der Waldarena (Zabine, Pippo Pollina, Bluatschink), tiefgründige Lesungen (Norbert Gstrein, Felix Mitterer, Michael Köhlmeier) bis hin zu den mittlerweile schon legendären Open-Air-Konzerten. Viele waren da, oft exklusiv in Österreich, von Sting, ZZ Top, Bryan Adams, Supertramp, Toto, Kiss, Gilberto Gil, Santana, Van Morrison und Jethro Tull bis hin zu Paul Simon. Und es folgten Giganten – die Rolling Stones, die Imst an einem harmlosen Montag, dem 31. Mai im Jahr 1999 mit 48.000 musikbegeisterten Fans in eine Art Oberländer-Woodstock-Au verwandelten. Eine riskante Herausforderung für den ArtClub in vielerlei Hinsicht – aber was wäre ein Rückblick ohne spektakuläre Geschichten, noch dazu, wenn sie ein gutes Ende bzw. kein Ende, sondern einen neuen Anlauf nahmen. Spannende Anekdoten und viele Hintergrundstorys aus den dreieinhalb Clubjahrzehnten erzählten bei der Jubiläumsfeier Günter Hallama und Manfred „Kutte“ Thurner.

Starkes Team mit Know-how, Mut und Musikvirus

Bald festigte sich ein fixes Organisationsteam bestehend aus Günter Hallama, Andrea Bubik- Schöpf und Guido Walch. Den Kulturpionieren standen neben Kompetenz, vor allem eiserner Wille, Mut, Durchhaltevermögen und eine gehörige Portion Leidenschaft für die Musik als dauerhafte Begleiter zur Seite. So gelang es, nach zahlreichen Konzerthighlights, die Liebe zum Jazz 2002 mit der Geburtsstunde des TschirgArt Jazz Festivals endgültig zu besiegeln und Imst zum jährlichen Treffpunkt der nationalen und internationalen Musikszene zu machen.

Die Teambesetzung hat sich mittlerweile wieder etwas verändert, Andrea Bubik-Schöpf hat sich aus ihrer langjährigen Rolle zurückgezogen und Cristina Walch, Peter Fröhlich sowie Stefan Burtscher sind als Vorstände nachgerückt. Gemeinsam mit Guido Walch und Urgestein Günter Hallama leiten sie die Geschicke des gemischt ausgerichteten Veranstaltungskonzeptes, das seit 1984 Hunderte Konzerte, Kabarettveranstaltungen und Lesungen präsentiert hat - vom gemütlichen Abend für 50 Personen bis zum Open Air für 50.000 Fans. Respekt zollten am Jubiläumsabend die vielen Freunde des ArtClubs, aber auch langjährige Partner und Sponsoren. Darunter auch Kulturreferent LA BGM Stefan Weirather, er gratulierte zur Erfolgsgeschichte, die von der Stadtgemeinde Imst auch weiterhin mit Unterstützung rechnen darf.

Lebensgefühl einer Generation geprägt

Für eine Generation, die glücklicherweise bereits vor 35 Jahren im Teenageralter die Weltstars direkt vor die Haustür serviert bekam, hat der ArtClub Imst ein Stück Lebensgeschichte und Lebensgefühl nachhaltig mitgeprägt und diese Euphorie für die Magie eines Live-Konzertes hat sich für den Großteil dieses Publikums zum Glück erhalten. Bleibt zu hoffen, dass auch für die nächsten [35] Jahre des ArtClubs Konzertereignisse für ein nachwachsendes und offenes Publikum folgen, das dem Konzertfeeling, dem besonderen Spirit und dem unmittelbaren Bühnenerlebnis, somit dem direkten Einsatz der Organisatoren, die Wertschätzung und Anerkennung zollt, die sich der Verein in den letzten Jahrzehnten hart erarbeitet und mehr als verdient hat.
Happy Birthday ArtClub Imst! Celebrate life and music!

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