Zuerst war die Polizei und dann gab es die Autobahn

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25 Jahre Autobahnpolizei Imst: 200 Kilometer Autobahn überwacht

Ein Kuriosum waren die Anfänge der Autobahnpolizei in Imst. Denn mit 1. Juli 1983 wurde zwar die Dienststelle mit Wirkungsbereich Imst und Landeck gegründet, nur die zugehörige Autobahn war noch gar nicht fertig.

IMST (mg). Ein Vierteljahrhundert Autobahnpolizei in Imst, da gibt es für den amtierenden Kommandanten Chefinspektor Anton Koler viel zu erzählen. Nicht nur, dass zuerst die Dienststelle gegründet wurde und per 6. Juli 1984 das erste Autobahnteilstück Schönwies bis Zams eröffnet wurde.

Autobahnunerprobte Oberländer
Die Seltenheit der Autobahnen verschaffte den Autobahnpolizisten auf dem Teilstück Schönwies bis Zams jede Menge Arbeit. Denn im zweiten Halbjahr 1984 gab es auf dem 5,4 Kilometer langen Streckenabschnitt gleich 27 Unfälle. Der Ausbau der Autobahn ging in Folge voran. Allein in den Jahren von 1983 bis 1990 wurden von Dirschenbach (Zirl) bis Zams 50 Kilometer Autobahn gebaut. So schnell der Straßenbau voranging, bezogen die Beamten im Dezember 1987 ihre Dienststelle in der Imster Au. Die traurige Bilanz der 25-jährigen Chronik sind 50 Tote auf dem von der Imster Autobahnpolizei betreuten Abschnitt. Wie die Autobahn in den 80ern, war der Start der Tunnelfahrten für die Oberländer auch Neuland. Mit der Eröffnung des Roppener Tunnels gab es dort innerhalb von dreizehn Monaten zwei Tote und 18 Verletzte.

Vorreiter bei Strafzahlung
Als administrativen Höhepunkt bezeichnet Koler die Vorreiterrolle der Autobahnpolizei bei der Einführung der Strafgeldzahlung mittels Plastikgeld. Im Rahmen der Lawinenkatastrophe von Galtür 1999 wurde die Autobahn zum Landeplatz für die Hubschrauber. An nur einem Tag wurden 5.500 Personen ausgeflogen.

In Österreich keine vergleichbare Dienststelle zu finden
Der Posten in Imst hat auf beiden Strecken insgesamt 200 Kilometer Autobahn zu überwachen. Das ist österreichweit nicht vergleichbar mit anderen Dienststellen, betont Koler. Aktuell versehen 26 Beamte ihren Dienst und legen rund 400.000 Kilometer jährlich zwischen Zirl-West und dem Arl-berg zurück. Folge daraus laut Koler: Keine Dienststelle in Österreich hebt so viele Strafgelder wie wir ein.

Autor:

Bezirksblätter Imst aus Imst

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