Ausstellung für Flüchtlingskinder

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Die unzähligen Einzelschicksale von Kindern auf der Flucht thematisiert Dietlinde Bonnlander in einer Ausstellung unter dem Titel "Heimat verlieren – Heimat finden". Zu sehen sind die Bilder seit 9. November im Krankenhaus St. Vinzenz Zams.
Dietlinde Bonnlander widmet sich seit 2014 intensiv dem Thema "Kinder im Krieg", das für sie auch ein sehr persönliches ist. Denn die seit den 70er Jahren in Imst lebende Künstlerin wurde 1945 als 14 jährige selbst aus ihrer Heimat vertrieben und musste aus Hinterpommern fliehen. Sie setzt sich bereits seit Jahren für Flüchtlingskinder ein und unterstützt karitative Hilfsorganisationen. Nach ihren Vernissagen im Imst freut sich Bonnlander, ihre Bilder nun in Zams einem breiten Publikum näher bringen zu können. "Wir haben nach weiteren Räumlichkeiten gesucht und wollten die Aufmerksamkeit für das brisante und aktuelle Thema erhöhen", so Bonnlander, "die Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Zams ermöglicht uns dies." Vernissage und Ausstellung finden zu Gunsten der Flüchtlingskinder in und aus Syrien statt, alle Spenden und 25 Prozent des Verkaufserlöses der Bilder gehen direkt an sie.
Bernhard Guggenbichler, Geschäftsführer des Krankenhauses, zeigt sich sowohl vom Engagement der Künstlerin als auch von ihren Werken beeindruckt: "Es ist uns ein großes Anliegen, unsere Räume für diese einzigartigen Kunstwerke zur Verfügung zu stellen und damit gleichzeitig ein einmaliges Hilfsprojekt zu unterstützen."
Die Eröffnung am 9. November wurde mit berührenden Texten und passenden Liedern umrahmt. Christine Niederbacher und Gerda Bernhart lasen aus dem Buch “Der Wächter”, Annette Goldmann sang in Begleitung von Johannes Nagele am Klavier. Sie bot unter anderem Stücke von Udo Jürgens, Reinhard Mey, Rainhard Fendrich, Bettina Wegner und Hannes Wader dar. "Es gibt nichts Sinnvolleres, als Kindern in Not zu helfen", erklärt Goldmann, die sich schon im Vorfeld für die Ausstellung im Krankenhaus Zams einsetzte und bereits mehrfach mit Bonnlander zusammenarbeitete.
"Ein gelungener Abend, der berührende Einblicke in das Leben einer außergewöhnlichen Frau bot und das Schicksal vieler anderer Kriegsflüchtlinge vermittelte", meinte Guggenbichler zur Vernissage.
Schätzungen der UNICEF gehen von rund 28 Millionen Kindern und Jugendlichen aus, die sich aufgrund von Kriegen und Konflikten momentan auf der Flucht befinden. Der Großteil von ihnen ist allein unterwegs, 2016 waren neun von zehn in Italien ohne Begleitung. Eine erschreckende Erkenntnis, die Dietlinde Bonnlander auch weiterhin in ihren Werken verarbeitet und damit Menschen in und aus Kriegsgebieten unterstützt. "So lange es mir möglich ist, möchte ich Kindern auf der Flucht helfen, denn das Elend das sie durchleben ist unvorstellbar", so die 86-jährige.
Ihre Bilder werden bis Weihnachten im Krankenhaus Zams frei zugänglich gezeigt.

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