"Bekomme vom Chef keinen Termin"

4Bilder

Harsche Kritik an LH Günther Platter und VP-Klubchef Jakob Wolf übt der Ötztaler Hotelier und TTV-Präsident Josef Falkner in der Causa Umhausen. Wie berichtet, hat sich in Umhausen ein fragwürdiger Grundstücksdeal zwischen einer Ötztaler Familie und der deutschen Explorergruppe offenbart, bei dem nicht nur eine politisch schiefe Optik entstanden ist und steuerliche Fragezeichen offen blieben, sondern zu allem Überfluss auch noch eine 400.000 Euro-Förderung von der Landesregierung genehmigt wurde. Auf öffentlichen Druck ist der Landeshauptmann mit der Förderung zwar vorerst zurückgerudert, zahlreiche Fragen stehen aber noch immer unbeantwortet im Raum. Das stößt nicht nur vielen Tirolern sauer auf, sondern auch der heimischen Hotellerie, die von Josef Falkner vertreten wird. "Neben den äußerst eigenartigen Vorgängen rund um den Bau des Explorer-Billighotels in Umhausen muss man sich auch die Frage nach der Wertschöpfung stellen. Die Erträge der deutschen Gruppe fließen schließlich nicht in die Region, sondern nach Deutschland. Zudem sind derartige Billiganbieter auch eine unangenehmer Konkurrenz für alle Privatzimmer-Anbieter", erklärt Falkner. Der TTV-Präsident ärgert sich aber vor allem über das Schweigen aus dem Landhaus und sagt: "Ich habe Landeshauptmann Platter mehrfach um einen Gespräch gebeten, dieser ist bis dato nicht zustande gekommen. Ich bekomme vom Landeschef offenbar keinen Termin. Auch von VP-Klubchef Jakob Wolf habe ich in dieser Angelegenheit keine befriedigenden Antworten erhalten. Es macht den Anschein, als wolle man die Sache einfach aussitzen. Das ist ein Affront für den heimischen Tourismus, für den der Landeshauptmann als Referent zuständig ist." Falkner verweist in diesem Zusammenhang auch auf die vergleichweise sinkende Wertschöpfung im Ötztal. Zwar sei man nach wie vor der Tiroler Nächtigungskaiser, in Innsbruck lukriere man aber im Vergleich eine dreifache Wertschöpfung. Falkner: "Zwar müssen natürlich auch Billigangebote da sein, das aktuelle Preisdumping treibt aber auch viele Unternehmer in den Ruin. Deswegen sind Chaletdörfer, wie sie im Ötz- und Pitztal geplant sind, ebenso kritisch zu hinterfragen, wie die Aktivitäten der deutschen Explorergruppe an fünf Standorten in ganz Tirol. Der Frust in der Bevölkerung über die politischen Gebarungen ist jedenfalls groß." Falkner fordert in diesen Angelegenheiten nun eine offizielle Stellungnahme des Landeshauptmannes und des VP-Klubchefs ein.

Autor:

Clemens Perktold aus Imst

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Newsletter Anmeldung!

Du willst Infos, Veranstaltungen und Gewinnspiele aus deiner Umgebung?

Dann melde dich jetzt für den kostenlosen Newsletter aus deiner Region an!

ANMELDEN

Newsletter Anmeldung!

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.