"Das antiautoritäre Bild"-Ype Limburg im Kunstwerkraum Mesnerhaus in Mieming

Ype Limburg
58Bilder

MIEMING(alra).Ype Limburg präsentiert derzeit unter dem Titel „Das antiautoritäre Bild“, Camera Obscura Fotografien und Siebdrucke im Kunstwerkraum Mesnerhaus in Mieming. Der Künstler arbeitet mit Hilfe der Camera Obscura, dies ist ein dunkler Behälter, in den durch ein kleines Loch Licht einfallen kann, es entsteht ein auf den Kopf gestelltes, sehr lichtschwaches Abbild. Ype Limburg baut je nach Anforderung des Motivs und der Umgebung seine eigenen Kameras und begibt sich mit diesem Arbeitsprozess auf ein spannendes Feld, bei dem viele Faktoren zum Ergebnis beitragen. Die Bilder sind nicht direkt vorhersehbar und Limburg spricht eher von einem malerischen Akt, als von Fotografie, da sich das Ergebnis Bild langsam durch die Einflüsse von Licht, Zeit und Raum entwickeln. Von zahlreichen Meistern der Malerei in der Vergangenheit, unter ihnen Jan Vermeer, wurde diese Möglichkeit genutzt um Eindrücke auf einer neuen Ebene zu gewinnen.

Die Camera Obscura fängt das Bild in einer ihr eigenen Wahrnehmung ein
und setzt eine völlig neue Betrachtung des Motivs frei. Ype Limburg bestimmt die Art der Camera, die Position und den geeigneten Zeitpunkt, ab diesem Moment beginnt dann der scheinbar unabsichtliche Vorgang dieser Kunst. Der nicht kontrollierbare Prozess, diese Eigenständigkeit der Camera Obscura regte Ype Limburg wohl auch zum Titel der Ausstellung „Das antiautoritäre Bild“ an. Mit viel Feingefühl und Ästhetik wird dann jedoch der letzte Schritt in diesem Prozess vorgenommen, in dem die Motive als Siebdrucke auf unterschiedlichen Materialien, von Segeltuch, Lodenstoff und Leinwand, ihre endgültige Form finden. Auch durch das übereinander legen von verschiedenen Bildmotiven, durch das erstellen von Collagen im Siebdruck, entstehen völlig neue Aussagen in der Bildsprache. Einige original Negative der Camera Obscura sind in Leuchtkästen zur Schau geboten, ebenso eine selbstgebaute Camera Obscura aus einem Spirituosenkarton. Musikalisch wurde die Vernissage eindrücklich durch Barbara Schneider-Romen umrahmt, die mit ihrer experimentellen Art das Hackbrett zu spielen bzw. es spannenden Klangversuchen auszusetzten, das Instrument auf eine völlig neue Art präsentierte.

Das Mesnerhaus zeigt mit dieser Ausstellung Arbeiten, denen man sich, wie Dr.Veronika Berti in Ihrer Laudatio so treffend formulierte, aufgrund ihrer Magie, kaum entziehen kann.

Die Ausstellung ist jeweils noch am Sa/So 22.-23. u. Sa/So 29.-30.September,
von 14-18 Uhr geöffnet. Ype Limburg führt durch die Ausstellung, Terminvereinbarung unter 0699 11041112.

Autor:

Alexandra Rangger aus Imst

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