Die „Quelle des Lebens“ im Kreuzhof von Stift Stams

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Der neue, handgefertigte Brunnen im Kreuzhof von Stift Stams setzt einen künstlerischen Akzent über einen wichtigen Abschnitt in der Geschichte der Zisterzienserabtei.
STAMS (sz). Am Tag der Eröffnungsfeier der renovierten Orangerie nahm sich die Festgemeinde Zeit, um den ebenfalls aufwendig renovierten Brunnen einzuweihen.
Besonders freute sich Abt German Erd, dass die Baukosten von DDr. Herbert Batliner zur Gänze übernommen werden.
Der Brunnen nimmt den Platz der im 17. Jahrhundert in der Mitte des Kreuzhofes errichteten Zisterne ein. Der mittelalterliche Brunnen wurde 1615 für den Guss neuer Glocken eingeschmolzen, das Brunnenhaus abgetragen und die Zisterne in der Mitte des Kreuzhofes ausgehoben. Mit der Gestalt des neuen Brunnens knüpft sein Schöpfer Manfred Bergmeister an mehrere Verbindungslinien an, die aus Geschichte, Überlieferung und Glaubenslehre bis in die Gegenwart reichen.

Wasser als Quell des Lebens
Das Brunnengitter ist gekrönt von der vergoldeten Figurengruppe „Taufe durch Johannes“, die besonders im Stift Stams einen traditionellen Stellenwert einnimmt.
Die acht Segmente des Gitters bilden ein Rankengeflecht mit zahlreichen stilisierten Blüten; dabei erscheinen die runden Blütenenden vieler Ranken dem Betrachter wie Köpfe menschlicher Figuren - das etwa drei Meter hohe Gitter ist zu sehen wie eine Rosenkrone, ein Verweis auf die Muttergottes, der die Stamser Stiftskirche geweiht ist.

Zur Sache
Der Johannesbrunnen
Das auf einem runden Brunnentrog aus Gussbeton ruhende kronenartige Brunnengitter besteht aus Bronze, somit aus dem selben „ewigen“ Metall, aus dem mittelalterliche Brunnen bestanden. Die gestalterische Form der organisch ineinander verwebten und verschlungenen Ranken, deren freie Enden runde Köpfe bilden, verweist nicht nur auf das barocke Rosengitter in der Stiftskirche, sondern auch auf das größte Gitter der Münchner Frauenkirche, des Domes der bayerischen Landeshauptstadt, das Manfred Bergmeister 1994 schuf. Als Ganzes bildet das Brunnengitter von Stams eine schützende Krone über dem Brunnentrog: Eine Erinnerung an die Bedeutung und die Gestalt von Renaissance-Brunnen. Brunnen, die das in ihnen gesammelte Wasser gegen Gefahren von außen zu schützen hatten. Der Brunnen wurde handgefertigt!

Autor:

Stephan Zangerle aus Imst

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