Fasnachtsvereine sprechen sich ab
Fasnachten in Imst, Nassereith und Fiss auf der Kippe

Christian Kofler - Obmann Fisser Blochziehen, 
Ulrich Gstrein - Obmann Imster Schemenlaufen, 
Gerhard Spielmann - Obmann Nassereither Schellerlaufen,
  • Christian Kofler - Obmann Fisser Blochziehen,
    Ulrich Gstrein - Obmann Imster Schemenlaufen,
    Gerhard Spielmann - Obmann Nassereither Schellerlaufen,
  • Foto: Imster Fasnachtarchiv
  • hochgeladen von Petra Schöpf

Werden wir nächstes Jahr eine Fasnacht in Imst, Nassereith und Fiss sehen können?
Eine Besprechung der Obmänner und ihre Komiteemitglieder im Imster Fasnachtshaus

IMST. In drei Fasnachtshochburgen des Tiroler Oberlandes sind die Vorbereitungen für die im nächsten Jahr vorgesehenen Fasnachtsumzüge bereits im Laufen. Laut Terminkalender würden die Fisser am 30. Jänner 2022 ihr Blochziehen veranstalten, die Imster würden am 13. Februar in die Buabefåsnåcht gehen und den Schlusspunkt würden die Nassereither mit ihrem Schellerlaufen am 20. Februar nächsten Jahres setzen.
Die Betonung liegt auf „würden“, momentan lässt es die Corona-Pandemie nämlich nicht zu, mit 100%iger Sicherheit davon auszugehen, dass diese traditionsreichen Fasnachtsumzüge auch tatsächlich stattfinden können.

Realistische Einschätzung

Zu diesem Zweck trafen sich in dieser Woche Mitglieder der Fasnachtskomitees dieser drei Orte im Imster Fasnachtshaus – natürlich unter Wahrung der vorgeschriebenen Sicherheitsabstände. Ziel war es dabei, gemeinsame Überlegungen zu diesem Thema anzustellen. Die Obmänner und die Komiteemitglieder versuchten in dieser Besprechung möglichst realistisch abzuschätzen, wie groß die Chancen für eine Abhaltung der betreffenden Fasnachten denn wirklich sind.
Zum jetzigen Zeitpunkt, so das vorläufige Ergebnis der Besprechung, ist noch sehr vieles im Fluss. Man kann noch nicht voraussagen, wie sich die Pandemie im Laufe des Jahres weiterentwickeln wird. Es gibt gegenwärtig sehr viele Anzeichen, die gegen eine Durchführung der Fasnachtsumzüge im Jahr 2022 sprechen; man möchte aber noch die Entwicklungen im Sommer abwarten und keineswegs jetzt schon von einer Verschiebung derselben sprechen.

Gewisse Anlaufzeit notwendig

Bestimmte Gruppen, besonders die Wagenbauer und die Organisationsausschüsse in den einzelnen Fasnachtsorten müssen freilich möglichst früh über eine definitive Abhaltung oder eben Nichtabhaltung der Fasnacht Bescheid wissen, um mit der Arbeit loslegen zu können.
Deswegen will man sich spätestens Anfang September erneut treffen. Bis dahin wird sicher besser absehbar sein, unter welchen Rahmenbedingungen die Veranstaltungen möglich sein könnten. Eine große Rolle spielen hierbei die Vorgaben der Behörden, die von den Organisationskomitees selbstverständlich eingehalten werden müssen.

Gesundheit und Sicherheit gehen vor

Aufgabe der Komitees muss es sein, so der Grundtenor in allen drei Fasnachtsorten, so verantwortungsbewusst wie möglich zu handeln. Bei aller Begeisterung für die Bräuche muss der Gesundheit der Teilnehmer und Zuschauer die oberste Priorität eingeräumt werden. Es braucht darüber hinaus einen möglichst „normalen“ Sommer, Herbst und vor allem Winter, wo gesellschaftliche Zusammentreffen wieder ohne Probleme möglich und erlaubt sein werden, so lauten die Aussagen der Besprechungsteilnehmer. Die Fasnacht mit all ihren Facetten findet nicht nur am Tag des Umzuges, sondern auch und vor allem in der Zeit davor statt. Bleiben aber die unzähligen Einschränkungen, die uns momentan das gesellschaftliche Leben so schwer machen, auch nur teilweise aufrecht, so macht es nicht viel Sinn, die Fasnacht vorzubereiten und durchzuführen.

An einem Strang ziehen

Wichtig ist den Obleuten zu betonen, dass man an einem Strang ziehen und in gemeinsamer Absprache handeln will. Im September wird es also im Rahmen einer weiteren Besprechung zu einer endgültigen Entscheidung darüber kommen, ob man 2022 in Fiss, Imst und Nassereith in die Fasnacht gehen kann oder nicht.

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