Fünf Varianten für das Ortszentrum!

Bgm. Schmid ist gespannt auf die Architekten-Vorschläge.
  • Bgm. Schmid ist gespannt auf die Architekten-Vorschläge.
  • hochgeladen von Georg Larcher

PFAFFENHOFEN (lage). Ab 2011 wird es ernst: Die Gemeinde Pfaffenhofen lässt ein Konzept für die Gestaltung und Nutzung der Gebäude und Flächen rund um den Ortskern ausarbeiten. Mehrere Varianten werden von einem Telfer Architekturbüro unter die Lupe genommen.

Der Pfaffenhofer Gemeinderat ist sich einig: Ein Konzept für die langfristige Nutzung der Ressourcen im Ortskern und eine langfristige Bedarfserhebung muss auf den Tisch, der Beschluss dafür wurde vorige Woche gefasst.

Räumlich geht es um die Spanne zwischen Feuerwehr und Kindergarten (Gemeindefläche südwestlich davon) bis hin zum Kloster-Areal. Innerhalb dieses Bereiches sollen Gemeindeamt, Feuerwehr, Kinder- und Altenbetreuung, Musikprobelokal, Parkplätze, Dorfplatz und Vereinsräume situiert werden.

Synergien gilt es zu nutzen, wie der Initiator dieser Machbarkeitsstudie, Bürgermeister Andreas Schmid (Offene Dorfliste) betont: „Es geht jetzt nicht nur mehr darum, wie der Dorfplatz genutzt werden kann.“ Die Gestaltung und die Frage über Kauf des Dorfplatzes war längere Zeit ein Politikum. Jetzt sagt Schmid dazu: „Das hat schlussendlich dazu geführt, den Dorfplatz in Gemeindeeigentum zu übernehmen, das war wichtig!“ Fix ist, so Schmid, dass dieser Platz im Ortskern nicht für den Wohnbau genutzt wird. Ob er überhaupt angerührt wird, ergibt sich: „Es gibt mehrere Varianten, welche von den Architekten bis zum Frühjahr 2011 durchgespielt werden und dann zur Wahl stehen“, erklärt Schmid (Varianten siehe unten).

Kloster interessante Immobilie
Die Standortuntersuchung schließt auch das Klosterareal mit ein, wie Schmid sagt: „Es könnten sich viele Synergien ergeben, wenn etwa die HUM, die küchentechnisch gut ausgestattet ist, für Kindergarten und/oder andere soziale Einrichtungen mitkocht. Im Kloster, bzw in der Kapelle wäre es auch einfach, eine Mehrfachnutzung zu installieren“, legt Schmid Visionen vor. In der Planung werden vor allem die bestehenden Grundstücke eine Rolle spielen, etwa die Kindergarten-Freifläche oder der neu erworbene Dorfplatz. Bei einer Umsiedelung des Gemeindeamtes z. B. innerhalb der Klostermauern wäre auch die Erweiterungsmöglichkeit für die Feuerwehr im Gemeindehaus gegeben, der Dorfplatz bräuchte dann nicht angerührt werden bzw. wird als Park gestaltet, denn am Rand des Klostergarten könnten auch dringend notwendige Autoabstellplätze geschaffen werden (bis zu 50).

35.000,- für Machbarkeitsstudie
Im Haushaltsplan für 2011 wurde für die Planung bereits vorgesorgt: Die Kosten betragen insgesamt 35.000,- Euro, die teilen sich Gemeinde (€ 15.000,-) und Land (€ 20.000,-; Zuschuss wurde bereits zugesichert). Die in Telfs ansässige Architekturhalle ist ein renommiertes Unternehmen, dem dieses komplexe Thema anvertraut wird, erklärt Schmid zu seiner Wahl. Der Gemeinderat hat einhellig den Segen für die Machbarkeitsstudie gegeben. Schmid kann sich vorstellen, dass die Einreichpläne schon im Sommer 2011 erstellt werden könnten.

Für das Großvorhaben wird ein eigener Ausschuss gebildet. Wie in allen Ausschüssen wird die Fraktion „Liste4You“ auf Grund der verhältnismäßigen Stärke im Gemeinderat auch hier nicht aufgenommen. Diese wird aber nicht ausgegrenzt, sondern im Gemeinderat kann auch die Liste4you sich jederzeit dazu einbringen, sagt dazu Bgm. Schmid.

Modelle der Finanzierung
„Es ist ein großes Vorhaben, wir als Gemeinde werden vermutlich nicht alles alleine umsetzen können“, so Schmid. Unabhängig davon, welche Variante zum Zug kommt, werden für die Finanzierung mehrere Möglichkeiten in Betracht gezogen werden, von der Gründung einer eigenen Gesellschaft bis hin zu Partnern, die mit der Gemeinde gemeinsam vorgehen.

Um Geld für die Umsetzung einer der Varianten zu lukrieren, wird auch der Verkauf des Gemeindegrundstückes südlich des Bauhofes (sog. „Gragge“) überlegt. „Es könnte für den Wohnbau verwendet werden, es wird dort in diesem Falle sicherlich ein erträgliches Vorhaben umgesetzt“, versichert Schmid.

ZUR SACHE:
Fünf Varianten

Die Archtekturhalle analysiert in einer 1. Stufe fünf derzeit mögliche Varianten, um den bestmöglichen Standort für eine öffentliche Nutzung zu finden.

Variante 1: Umgestaltung des bestehenden Gemeindeamtes mit Kinderbetreuungsstätte und Neubau eines Probelokals am Dorfplatz.

Variante 2: Adaptierung von Teilbereichen des Klosters Pfaffenhofen und eventuelle Fremdnutzung als Gemeindeamt, Probelokal und Kinderbetreuungsstätte.

Variante 3: Neubau eines Gemeindeamtes samt Probelokal und Kinderbetreuungsstätte auf dem gemeindeeigenen Gst 78/6.

Variante 4: Neubau eines Gemeindeamtes samt Probelokal und Kinderbetreuungsstätte auf dem Dorfplatz.

Variante 5: Umgestaltung des bestehenden Gemeindeamtes und Erweiterung auf dem Schulhof mit Probelokal und Kinderbetreuung.

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