Funken sprühen für weniger Bahnlärm in Tirol

Der Schienenschleifzug der ÖBB ist in den nächsten Wochen in Tirol unterwegs.
  • Der Schienenschleifzug der ÖBB ist in den nächsten Wochen in Tirol unterwegs.
  • Foto: Foto: ÖBB
  • hochgeladen von Stephan Zangerle

TIROL. Seit 20. August ist der rund 70 Meter lange Schienenschleifzug „Speno“ wieder auf Tirols Gleisen im Einsatz. Mit seinen 2.500 PS verleiht der Spezialzug den Tiroler Schienen ein neues, ideales Profil. Bis zum 13. September ist er in verschiedenen Regionen hauptsächlich während der Nachtstunden unterwegs.

Rund 42 Kilometer Schienen werden in dieser Zeit neu geschliffen. Dabei werden mit der Spezialmaschine die Unebenheiten an der Oberfläche entfernt. Züge fahren dadurch noch ruhiger über die Gleise, für die Anrainer stellt sich eine Lärmreduktion ein und die Lebensdauer der Schieneninfrastruktur wird deutlich verlängert. Nachdem die Arbeiten hauptsächlich in der Nacht stattfinden ersuchen die ÖBB für die auftretende Lärmentwicklung um Verständnis.

Weniger Lärm – ruhiges Reisen – wirtschaftlicher Vorteil
Der Einsatz des Schienenschleifzuges ist minutiös geplant. Aufgrund des dichten Bahnverkehres auf vielen Strecken in Tirol sind die Arbeitsschichten grundsätzlich in der Nacht und an den Wochenenden eingeteilt. Durch die 24 Schleifmotoren, welche sich an Bord des Zuges befinden, erhalten pro Schicht zwischen zwei und drei Kilometer Schiene einen neuen Schliff.

Nicht nach Zufall, denn die ausgewählten Streckenabschnitte werden bereits im Vorfeld durch den Einsatz eines speziellen Messzuges fixiert. Dieses High-Tech Gerät zeigt den Fachexperten genau, wo der Schleifzug zum Einsatz kommen soll.
Lebensdauer der Schienen wird verlängert

Der Schienenschleifzug SPENO sorgt bei den ÖBB für ebenmäßige Gleisoberflächen und verleiht den Schienen ein neues, ideales Profil. Durch die Bearbeitung der Oberflächen wird der Geräuschpegel fahrender Züge vermindert und der Verschleiß durch unebene Gleisoberflächen wird verringert. Auf der Schienenoberfläche bilden sich durch das Befahren von Zügen kleine Schlupfwellen oder Verdrückungen des Schienenkopfes. Die Schleifmotoren des Zuges erzeugen einen neuen Schliff (es werden rund 0,3 - 1 mm abgeschliffen) und die Schienen erhalten wieder ihr ideales Profil. Das Schleifen bringt für alle Beteiligten Vorteile. Für die Anrainer entlang der Bahn wird der Lärmpegel durch das Glätten der Schienen spürbar gesenkt. Für die Bahnkunden wird das Reisen in den Reisezugwagen noch angenehmer und ruhiger. Für die ÖBB bringt das Schienenschleifen wirtschaftliche Vorteile, da die Lebensdauer der Schienen und des Gleiskörpers werden um ein vielfaches verlängert.

Einsatzgebiete im Detail – ÖBB ersuchen um Verständnis für Lärmentwicklung
Von 20. August bis zum 13. September arbeitet sich der Schienenschleifzug durch Tirol – in den angeführten Streckenabschnitten werden immer wieder Teilbereiche neu geschliffen:

22.08 – 23.08.2013 Schwaz – Fritzens-Wattens
24.08 – 25.08.2013 Kufstein - Brixlegg
25.08 – 26.08.2013 Kitzbühel - Wörgl
26.08 – 27.08.2013 Fritzens-Wattens – Völs
27.08 – 28.08.2013 Innsbruck-Hötting – Seefeld
28.08 – 29.08.2013 Fritzens-Wattens – Völs
29.08. – 13.09.2013 Völs – St. Anton am Arlberg

Die ÖBB bitten die Anrainer für die auftretende Lärm- und Staubentwicklung um Verständnis. Für die Sicherheit gegen etwaige Böschungsbrände ist der Schienenschleifzug mit 10.000 Liter Wasser ausgerüstet, bei Bedarf (Trockenheit) werden die Arbeiten zusätzlich von Feuerwehren begleitet.

Autor:

Stephan Zangerle aus Imst

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