Leserbrief
Gletscherzusammenschluss: Es reicht!

Es reicht! Bashing des Alpenvereins, WWF, Naturfreunde und anderer NGO's gegen den Zusammenschluss der beiden Skigebiete Pitztaler- und Ötztaler Gletscher geht eindeutig zu weit.
Mit reißerischen Aussagen wie „unberührte Gletscherwildnis“, „alpine Freiräume“, „ökologische Kurzsichtigkeit“ oder „ursprüngliche und intakte Hochgebirgslandschaft“ der heimischen Alpen- und Naturschutzvereine, welche ausschließlich ihrer eigenen Kurzsichtigkeit entspringen, möchte ich meine Sicht der Dinge darstellen. Mit dem linken Fernerkogel und den betroffenen Gletschern würde nicht zugunsten des Massentourismus, sondern zugunsten der längst fälligen touristischen und weitblickenden Entwicklung im Pitztal ein 65 Hektar großes, schon intensiv genutztes und erschlossenes Gebiet, allen Talbewohnern zugutekommen. In der „gänzlich ursprünglichen bzw. intakten Hochgebirgslandschaft und unberührten Gletscherwildnis“ betreibt der Alpenverein ein ca. 200 Personen fassendes Hochgebirgshotel (Braunschweiger Hütte, welche hervorragend betrieben wird) und eine ca. 2 km lange Seilbahn, zugelassen für Material- und Personentransport. Weiters wird an der Talstation der Seilbahn eine Hütte von einer sehr netten Pitztaler Wirtin betrieben. Durch das vermeintlich „unerschlossene Gebiet“ führt ein mindestens 5m breiter Fahrweg welcher als Notweg bzw. Notabfahrt zur Evakuierung des Skigebiets bei einem eventuellen Ausfall des einzigen Zubringers, Pitzexpress, benutzt wird. Auch der „unregulierte und unberührte Wasserschatz des Gletschers“ wird am Talboden unterhalb der besagten Gletscher zusammengefasst und zur Gänze in den Gepatschstausee im Kaunertal abgeleitet, um dort umweltfreundlichen Strom für alle Tiroler zu erzeugen. Trotz der geballten medialen Macht der Alpenvereine gegen das Projekt „Zusammenschluss Pitztaler- und Ötztaler Gletscher“ verfolgen die Gegner meines Erachtens hauptsächlich eigene wirtschaftliche Interessen wie man auf deren diversen Internetseiten jederzeit nachlesen kann:
„Seit 125 Jahren steht die Braunschweiger Hütte im Tiroler Pitztal. Der Wanderreisen Boom bescherte den Wirtsleuten und dem Deutschen Alpenverein (DAV) zuletzt so viele Gäste wie nie zuvor (ca. 14.000, ohne einen Cent Infrastrukturabgabe zu bezahlen). Trotzdem steht das frisch sanierte und ERWEITERTE Unterkunftshaus (zuletzt 2012) vor einer ungewissen Zukunft. Die Gletscher schmelzen, Permafrost taut, Hänge rutschen ab, alte Routen sind nicht mehr begehbar. Außerdem dürfte der geplante Ausbau des Gletscherskigebietes das Umfeld der Hütte (und damit den Gewinn des Alpenvereins) nachhaltig verändern. Auch 2759 Meter über dem Meer geht es um die ganz großen Fragen: Tradition oder Moderne? Naturschutz oder Kommerz? (Text von David Mache)
Für uns PitztalerInnen sind aber noch ganz andere Fragen wichtig: Entwicklung und Fortschritt? Ein- und Auskommen für die nächste Generation oder Abwanderung?

Alfons Schmid
Skilehrer, Trainer und Gastwirt

Gegner des Zusammenschlusses, Gerd Estermanns Reaktion auf die Veröffentlichung einer Studie

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