"Petition gegen Gletscherzusammenschluss"
Gründer der Petition reagiert auf eine veröffentlichte Studie

Der Pitztaler Gletscher
  • Der Pitztaler Gletscher
  • Foto: Estermann
  • hochgeladen von Petra Schöpf

Nur allzu oft wird in der Diskussion das Bild vom verarmten Pitztal strapaziert, das einer Überprüfung der Realität nicht standhält. Nach unseren Vorstellungen liegt die Zukunft des Tourismus nicht in einem grenzenlosen Wachstum, sondern in einer durch hohe Qualität und Wertschöpfung geprägten Konsolidierung. Wir sind auch überzeugt, dass die Klimaentwicklung die Verlagerung des Winter-Skitourismus hin zu einem ganzjährigen Wander- und Erlebnistourismus fördern wird.

Bezugnehmend auf die in großer Aufmachung präsentierte GAW-Studie zur sog. Gletscher-Ehe ist festzustellen:
Wie viele Millionen ist eine intakte Hochgebirgslandschaft für den Tourismus der Zukunft wert?
Die Studie strotzt nur so vor sechs- bis achtstelligen Eurobeträgen. Den Pitztalern wird eine goldene Zukunft prophezeit. Von ähnlichen Projekten aus der Vergangenheit weiß man, dass die Realität eine andere ist. Die versprochenen Arbeitsplätze im Tourismus gehen zu einem Großteil an ausländische Billigarbeitskräfte, die Aufträge für eine ohnehin schon boomende Bauwirtschaft müssen EU-weit ausgeschrieben werden. Neue Billigbettenhotels, nicht selten von großen ausländischen Unternehmen geführt, machen den ortsansässigen Betrieben Konkurrenz. Die Gewinner sind die Bergbahnen und deren Aktionäre, die ihre Millionen so auf lukrative Weise veranlagen.
Die wichtigste Frage aber ist die der Nachhaltigkeit. Wie sieht die Bilanz über die nächsten zwanzig Jahre aus? Was ist eine intakte und touristisch vermarktbare Naturlandschaft wert, wenn der Skitourismus durch eine klimabedingt immer teurere und ökologisch fragwürdige Schneeproduktion an Bedeutung verlieren wird? Diese Werte lassen sich nur schwer in Millionenbeträgen bemessen, stellen aber das touristische Potential für kommende Generationen dar.
Kurzfristige Investitionen in Großprojekte mit hohem Naturverbrauch sind nicht mehr zeitgemäß, das sehen offensichtlich auch tausende UnterstützerInnen so.

Gerd Estermann, Bürgerinitiative Feldring

Einer der Leserbriefe eines Pitztalers, der für den Zusammenschluss ist

Autor:

Petra Schöpf aus Imst

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