Hoch hinaus als "Liftler"

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"Der 'Liftler', wie Seilbahnbedienstete im Volksmund genannt werden, genießen nicht gerade den Ruf als potenzielle Nobelpreisträger. Wer den Beruf aber genauer unter die Lupe nimmt, erkennt bald, dass auch hier eine Fülle an Fähigkeiten notwendig sind, um den komplexen Betrieb und die Sicherheit der Fahrgäste zu gewährleisten", habe ich nach einem Tag bei den Imster Bergbahnen erkennen müssen. Der Dienstantritt erfolgte um 8 Uhr bei der Stempeluhr und einer kurzen Lagebesprechung mit Geschäftsführer Bernhard Schöpf und Betriebsleiter Stefan Kropf. Danach geht es mit dem Auto zu Mittelstation, wo der Elektromotor der Bergbahn nach Absprache mit der Talstation in Betrieb genommen wird. Dabei müssen trotz vollautomatischer Sicherheitssysteme zahlreiche Kontrollen durchgeführt werden, darunter eine Krntrollfahrt mit dem Lift, wo Sessel und Stützen ebenso begutachtet werden, wie der Antrieb, die Ein- und Ausstiege und viele andere Details, die der normale Fahrgast gar nicht zu Gesicht bekommt. Bergbahnen-Geschäftsführer Bernhard Schöpf, seit 12 Jahren im Amt und erfolgreicher Umsetzer eines zehnjährigen Sanierungskonzeptes, weist mich in meine Aufgaben ein: "Du musst täglich das Betriebstagebuch abarbeiten und die Checkliste vollständig ausfüllen. Das dient nicht nur der Sicherheit, sondern ist behördlich vorgeschrieben. Solltest du länger bei uns arbeiten, musst du sowieso einen Maschinistenkurs absolvieren. Es muss jedes Ereignis genau dokumentiert werden." Danach beginnt das "Sesselschupfen", sowohl beim Einstieg, wie beim Ausstieg muss jederzeit mit allem gerechnet werden. Die Urlauber sind meist verunsichert und benötigen Hilfe, manche sogar "sehr viel Hilfe". Auch der Dienst beim Alpine Coaster hat es in sich: Jeder Fahrgast muss instruiert werden, die Sicherheitsgurte werden geprüft und die Startintervalle müssen je nach Frequenz variabel eingeteilt sein. Der Tag vergeht wie im Flug, man muss flexibel auf ständig wechselnde Situationen reagieren und auch die Technik ständig im Auge behalten. Auch bei den Bergbahnen gilt: Der Umgang mit den Gästen ist neben dem Sicherheitsgedanken das Um und Auf. Nach Dienstende weiß man, was man heute getan hat...

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