Nachwuchsfleischer konkurrieren in Imst um den Europameistertitel.

Der Preis für das beste Team geht an die Schweiz und somit an Tanja Knechtle (2. v. r.) und Manuela Riedweg. WK-Bezirksobmann Joe Huber (l.) und Fleischhof Oberland-Geschäftsführer Georg Schuler gratulieren.
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  • Der Preis für das beste Team geht an die Schweiz und somit an Tanja Knechtle (2. v. r.) und Manuela Riedweg. WK-Bezirksobmann Joe Huber (l.) und Fleischhof Oberland-Geschäftsführer Georg Schuler gratulieren.
  • Foto: Photofactory/Dominik Pfeifer
  • hochgeladen von Petra Schöpf

IMST. Europas Fleischerjugend traf sich vom 8. bis 9 Mai im Fleischhof Oberland in Imst (Tirol), um bei spannenden Wettbewerben um den Titel „Europameister der Fleischerjugend 2017“ zu kämpfen. Den Titel mit nach Hause nehmen darf in diesem Jahr Tony Carville aus Frankreich, gefolgt von Tanja Knechtle (Schweiz) und Wiebe Merkus (Niederlande). Den Preis für das beste Team holte sich die Schweiz.

Beim Europameisterschaftsbewerb der Fleischerjugend treten Europas mutigste und ehrgeizigste NachwuchsfleischerInnen der teilnehmenden Länder gegeneinander an. „Bei diesem herausfordernden Wettbewerb werden Tradition und Innovation großgeschrieben. Hier zeigt die Fleischerjugend aus Österreich, Deutschland, England, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz, was sie kann“, freut sich der Landessinnungsmeister der Metzger, Peter Paul Schweighofer, bei der Siegerehrung, die am Dienstag Abend in der Area 47 stattfand - köstliches Barbecue, bei dem die Wettbewerbsarbeiten verkostet werden konnten, inklusive.

Bis es soweit war, mussten die Teilnehmer jedoch der internationalen Fachjury in sechs verschiedenen Disziplinen des Fleischerhandwerks ihr Talent beweisen: Bei „Aus Europas Regionen“ (Terrinen, Pasteten, Galantinen) fertigten die Wettbewerbsteilnehmer landestypische Spezialitäten, beim „Ausbeinen einer Rinderkeule, Grobzerlegen, Feinzerlegen und Zuschnitte sortieren“ war viel handwerkliches Geschickt gefragt. Das „Herrichten und Präsentieren von Barbecuespezialitäten“ erforderte ebenso wie das „Herrichten und Präsentieren eines Hauptgerichts mit Fleisch“ viel Kreativität, bei der Disziplin „Herstellen von zwei küchenfertigen Erzeugnissen“ achtete die Jury besonders auf den Geschmack der Produkte. Zudem gab es eine Überraschungsdisziplin, bei der dieses Jahr Tiroler Lammfleisch verarbeitet wurde.

Zusätzlich zur Prämierung des Europameisters/der Europameisterin ist es auch erklärtes Ziel des Wettbewerbs, der europäischen Produktvielfalt und Handwerkskompetenz eine Bühne zu geben, wie Jean-Marie Oswald, Präsident des Internationalen Metzgermeister-Verbandes, betont: „Der Grundgedanke des Wettbewerbs ist es, die europäische Fleischerjugend zusammenzubringen, damit sie sich gegenseitig inspirieren kann. Wir freuen uns, hier den besten Jungmetzgern und Jungmetzgerinnen Europas über die Schultern zu schauen.“

Dass der internationale Wettbewerb der Fleischerjugend nach vielen Jahren heuer wieder das erste Mal in Österreich stattfindet, freut den Innungsmeister besonders: „Der Fleischhof Oberland hat sich schon vor zwei Jahren als idealer Ort für die Austragung des Bundeslehrlingswettbewerb bewiesen, darum haben wir uns entschieden, auch den Europameisterschaftsbewerb hier auszutragen. Der Fleischhof Oberland ist ein absoluter Vorzeigebetrieb und bietet die perfekten Voraussetzungen für einen solchen Wettstreit“, erklärt Schweighofer.

Dem vom Internationalen Metzgermeister-Verband (IMV) und den ihm angeschlossenen Mitgliedsverbänden veranstaltete Wettbewerb der Fleischerjugend wird gemeinsam mit der österreichischen Bundesinnung der Lebensmittelgewerbe, der Landesinnung Tirol und der Lebensmittelakademie des österreichischen Gewerbes ausgetragen. Zur Teilnahme berechtigt sind junge FleischerInnen der Mitgliedsverbände des IMV, die sich noch in der Ausbildung befinden oder im Jahr vor Beginn des Wettbewerbs eine Ausbildung abgeschlossen haben und nicht älter als 25 Jahre sind.

Autor:

Petra Schöpf aus Imst

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