Argillabrunnen in Imst eingeweiht
Neuer Brunnen auf Arzill erweitert den Imster „Brunnenkroas"

Der Argillabrunnen auf Arzill wurde offiziell eingeweiht. v.l.n.r.: Alexandra Rangger (Gestaltung der Infotafel) Bernhard Moser (Entwurf und Ausführung des Brunnens),  Irene Mantl (Direktorin SPZ Imst), DI Christian Bailom (Detailplanung), Stadtpfarrer Alois Oberhuber, Kulturreferent StR. Christoph Stillebacher.
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  • Der Argillabrunnen auf Arzill wurde offiziell eingeweiht. v.l.n.r.: Alexandra Rangger (Gestaltung der Infotafel) Bernhard Moser (Entwurf und Ausführung des Brunnens), Irene Mantl (Direktorin SPZ Imst), DI Christian Bailom (Detailplanung), Stadtpfarrer Alois Oberhuber, Kulturreferent StR. Christoph Stillebacher.
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IMST(alra). In Imst gibt es 22 Brunnen, die entlang eines markierten Rundganges, dem „Brunnenkroas", entdeckt werden können. Vor Kurzem wurde der Argillabrunnen des Betonkünstlers Bernhard Moser auf Arzill eingeweiht.

Die Begriffe Brunnen, Wasser, Kultur, Brauchtum und Gesundheit sind am Umschlag der Infobroschüre zu lesen, die den Imster „Brunnenkroas" ausführlich umschreibt und bebildert. Imst ist eine Stadt der Brunnen und was einst als Trinkwasserquelle und Ort der Kommunikation und Gemeinschaft diente, wird bis in die Gegenwart gepflegt. Nicht nur der Erhalt der bestehenden historischen Anlagen ist der Stadt Imst ein Anliegen – vielmehr ist es auch gelungen den öffentlichen Raum gezielt mit zeitgenössischen Brunnen zu beleben, die dazugehörigen Plätze neu zu gestalten und die Tradition weiterzuführen.

Zeitgenössische Erweiterung des „Brunnenkroas"

Jüngstes Beispiel ist der Argillabrunnen auf Arzill, der bereits seit 2017 dort steht und am 14. November feierlich eingeweiht wurde. Der Imster Bernhard Moser, der sich auf Betonkunst spezialisiert hat, steht hinter dem Projekt, das als Station 21 im „Brunnenkroas" verzeichnet ist. Moser entwarf und erarbeitete im Auftrag der Stadt Imst eine Brunnenanlage, die sich in einem zugleich massiven und elegant-dynamischen Formenspiel, harmonisch am Standort auf Arzill ausnimmt. Der belebte Stadtteil, der sowohl Wohnhäuser, Schule und Kindergarten beherbergt, trägt den Brunnen als charakteristisches Zeichen. Bernhard Moser hat die Anlage gestalterisch als Segment eines offenen Kreislaufes angelegt. Das Erweitern eines wasserspendenden Kunstobjektes um die Nutzbarkeit als Ort zum Verweilen und Innehalten war ihm dabei ein großes Anliegen. Die architektonische Detailplanung erfolgte durch Christian Bailom.

Vermittlung historischer Spuren und neuer Impulse

Ein Leitsystem mit individuellen Informationstafeln erschließt den Imster „Brunnenkroas". Die Informationstafel zum Argillabrunnen hat Alexandra Rangger gestaltet, die bereits am Gedenkort für stillgeborene Kinder am Imster Friedhof mit Bernhard Moser und Christian Bailom zusammenarbeitete. Sie griff im Informationsteil des Begleittextes die historischen Spuren und Hintergründe zur Namensgebung auf und umschrieb die Intention des Künstlers. Weiters verdichtete sie in lyrischer Form den Kreislauf, den das Element Wasser durch Mensch, Zeit, Kunst und Ort nimmt. Argilla ist der lateinische Begriff für Lehm und die massiven Lehmvorkommen im Stadtteil Arzill, machen die Überleitung zum Flurnamen durchaus belegbar. Arzill bei Imst wurde 1471 erstmals urkundlich erwähnt. An allen Informationstafeln des „Brunnenkroas" veranschaulicht ein Foto von kristallisiertem Quellwasser die Theorie des japanischen Parawissenschaftlers und Alternativmediziners Dr. Masaru Emoto. Laut Emoto verfügt Wasser über die Eigenschaft Emotionen und Gedanken aufzunehmen und zu speichern. In der Beschaffenheit des Wasserkristalls spiegelt sich somit die informative Qualität des Wassers wider.

Belebendes Element an belebten Plätzen

Kulturreferent StR Christoph Stillebacher freute sich in seiner Ansprache über das gelungene neue Brunnenprojekt. Er bedankte sich bei den Verantwortlichen für die umsichtige Planung und die präzise Umsetzung, die der Bedeutung des Wassers anspruchvoll Ausdruck verleiht. Stadtpfarrer Cons. Alois Oberhuber nahm die Segnung des Argillabrunnens vor. Die Patenschaft trägt das Sonderpädagogische Zentrum Imst unter der Leitung von Direktorin Irene Mantl.

Der obere und untere „Brunnenkroas" in Imst bilden ein sichtbares Dokument Imster Kultur- und Kunstgeschichte und sind auch Spiegel des sich über Jahrhunderte entwickelnden Stadtbildes.

Weitere Informationen:
https://www.imst.at/de/aktivitaeten/sommer/wasser/brunnenstadt-imst

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