Pitztal wird Klar!-Region
Pitztal setzt klare Zeichen gegen den Klimawandel

Manuel Flür (KLAR! Projektmanager), die Bürgermeister aus Arzl, Wenns, Jerzens  Josef Knabl, Walter Schöpf und Karl Raich, Nachhaltigkeitsmanager des TVB Michael Metzler.
(St.Leonhards Bürgermeister Elmar Haid war verhindert)
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  • Manuel Flür (KLAR! Projektmanager), die Bürgermeister aus Arzl, Wenns, Jerzens Josef Knabl, Walter Schöpf und Karl Raich, Nachhaltigkeitsmanager des TVB Michael Metzler.
    (St.Leonhards Bürgermeister Elmar Haid war verhindert)
  • hochgeladen von Petra Schöpf

Durch alle vier Pitztaler Gemeindestuben weht seit längerem ein umweltbewusster und klimafreundlicher Wind. Mit KLAR!, einem weiteren Klimaprogramm, geht man nun noch einen Schritt weiter.

PITZTAL. Medienberichte von Katastrophen aus dem In- und Ausland stehen jeden Sommer an der Tagesordnung, der Klimawandel ist nicht mehr zu leugnen. Dessen sind sich auch die vier Bürgermeister der Pitztaler Gemeinden sicher.

"Wenn man sich fragt, was kann ich alleine schon tun, dann kann man heute sagen–sehr viel. Jeder Einzelne kann seinen Beitrag leisten. Wir Pitztaler werden nicht das Weltklima verändern können, aber wir können und müssen unseren Kindern gute Vorbilder sein", so die Gemeindechefs unisono.

Dies sei einer der Beweggründe gewesen, sich neben KEM (Bezirksweite Klimamodellregion) und CLAR (Projekt des TVB gegen erhöhten CO2-Ausstoß) einem weiteren Klimaprogramm anzuschliessen. 

Michael Metzler (Nachhaltigkeitsmanager des TVB, Manuel Flür (KLAR! Manager)
  • Michael Metzler (Nachhaltigkeitsmanager des TVB, Manuel Flür (KLAR! Manager)
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KLAR! hat bereits begonnen

Seit Anfang Juli ist Manuel Flür, den man vom Regionalmangement kennt, mit der Ausarbeitung von geeigneten Maßnahmen für das Pitztal beauftragt. KLAR! (Klimawandelanpassungsmodellregion) ist nicht ein neu erfundenes Rad, vielmehr eine weitere Bundesinitiative, für die sich Regionen bewerben konnten. Das Pitztal hat Ende April den Zuschlag hierfür erhalten und auch finanzielle Unterstützung seitens des Landes bereits zugesichert bekommen. Bis nächstes Frühjahr werden Ideen gesammelt und danach in einer zweijährigen Phase umgesetzt. Danach golgt eine dreijährige Weiterführungsphase. Die Bürgermeister von Arzl (880 Meter) bis St.Leonhard (1.366 Meter) stehen naturgemäß unterschiedlichen Schwierigkeiten und auch Möglichkeiten gegenüber. Einige können jedoch überall und auch recht schnell umgesetzt werden. Mit den anderen Klimaprojekten wird man engmaschig zusammenarbeiten, um Synergien bestmöglich zu nutzen.

An Initiative fehlt es nicht

Vom klimafiten Wald, der unabhängig von KLAR! bereits in Angriff genommen wurde, über Regenwassersammeltonnen und Umpflanzung von brachliegenden Flächen zu Blumeninseln reichen die Projekte. Dabei arbeitet man über die Gemeindegrenzen hinaus zusammen.

"In Arzl wird "Pitztal summt" nach dem Vorbild im Inntal umgesetzt. Wir wollen fachmännisch Insekteninseln schaffen", so BM Josef Knabl. 

Unter Umständen wird es auch Veranstaltungen geben, um die Bevölkerung oder Schüler mit ins Boot zu holen. Mit im Boot sitzt schon Michael Metzler, Nachhaltigkeitsmanager des TVB, der vor allem die Vernetzung als eine seiner Hauptaufgaben hier sieht: "Mit der Zusammenarbeit mit der KLAR! ergeben sich sicherlich Ansätze im Bereich der touristischen Entwicklung im Tal."

"Agieren, nicht reagieren"

Man wolle agieren und nicht reagiere, meinte  Planungsverbandsobmann des Pitztals und der Jerzner BM Karl Raich. 

Ginge es nach dem Jerzner Bürgermeister und Pitztaler Planungsverbandsobmann Karl Raich, soll Oberflächenwasser gesammelt und zum Blumengießen etc. verwendet werden.
  • Ginge es nach dem Jerzner Bürgermeister und Pitztaler Planungsverbandsobmann Karl Raich, soll Oberflächenwasser gesammelt und zum Blumengießen etc. verwendet werden.
  • hochgeladen von Petra Schöpf

"In Jerzens laufen Vorbereitungen für die Regenwassertonnen, die es für Häuslbauer oder Hausbesitzer zum Nachrüsten gefördert geben soll. Bei uns wird auch eine alte Fortshütte nicht weiterverpachtet, sondern Bildungseinrichtungen, insbesondere dem Kindergarten für Waldbesuche zur Verfügung gestellt", so Raich.

KLAR! ist zwar noch ganz am Anfang, hoch motivierte Bürgermeister und Manuel Flür als Projektmanager sind jedoch die besten Vorzeichen für ein Pitztaler Erfolgsmodell.
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