Rote Karte für die Ampel?

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Die Imster Ampelregelung sorgt seit ihrer Einführung im August für mehr als lebhafte Diskussionen in der Stadt. Nicht zuletzt sind es derzeit die Innenstadt-Kaufleute, die gegen das Pilotprojekt Sturm laufen und ein sofortiges Ausschalten der Ampel fordern. Unterstützung erhielten die Krämer vergangene Woche von einigen Gemeinderäten, die das Thema unbedingt in der Gemeinderatssitzung am 30. Oktober auf die Tagesordnung hieven wollten. Bürgermeister Stefan Weirather konnte diesem Ansinnen wenig abgewinnen, liegen doch erst wenige Daten auf dem Tisch. Weirather meint: "Wir haben beschlossen, Mitte November eine Gemeinderats-Besprechung mit allen Interessierten im Stadtsaal zu organisieren. Dort wird auch der Verkehrsplaner anwesend sein und die Auswertung der Erhebungen präsentieren. Auf Basis dieser Daten können wir konkret über Plus und Minus der Regelung diskutieren. Generell sollten wir klar kommunizieren, wohin die Reise gehen soll." Die Kaufleute haben mit zwei Unterschriftenlisten und schriftlichen Stellungnahmen ein sofortiges Ende gefordert, Alternativvorschläge sind allerdings keine auf den Tisch gelegt worden. Und dies ist wohl eines der zentralen Probleme: Mit der aktuellen Ampelregelung will man sich nicht abfinden, andere Lösungsansätze sind aber nicht in Sicht. Gemeinderat Norbert Praxmarer erklärt: "Wir unterstützen die Kaufleute, wollen aber nicht einen Schnellschuss abfeuern und die Ampel von heute auf morgen abschalten. In der Gemeinderatsbesprechung am vergangenen Mittwoch konten einige Missverständnisse und Unklarheiten beseitigt werden. Nach der öffentlichen Infoveranstaltung im November wollen wir aber eine eigene Gemeinderatssitzung, die sich ausschließlich mit den Themen Verkehr und Innenstadtgestaltung befasst. Eine Volksbefragung zum Thema finde ich nicht zielführend." Dass teil unsägliche Gerüchte die ohnehin angespannte Stimmung weiter unnötig anheizen, zeigt das Beispiel M-Preis: Vor zweistelligen Umsatzrückgängen, Entlassungen und sogar der Schließung in wenigen Wochen war die Rede. "Alles völliger Unsinn", so Stadtchef Weirather, "der zuständige Leiter hat zwar vor und nach der Einführung der Ampel verschiedentlich Umsatzeinbußen registriert, während der Ampel haben sich aber auch Wochen gezeigt, die ein geringes Umsatzplus ausgewiesen haben. Von Entlassung und Schließung ist keine Rede." Auch über die Kosten werden abenteuerliche Geschichten erzählt. Tatsache ist, dass die derzeitige Miete rund 1000 Euro pro Monat beträgt, zudem werden für Verkehrsmessungen, Analyse und Konzept insgesamt weitere 15.000 Euro veranschlagt.

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