Hätte Ausbreitung eingedämmt werden können?
Schöpf weist Kritik an Vorgehensweise in Sölden von sich

Söldens Bürgermeister Ernst Schöpf sieht sich einer großen Herausforderung gegenüber.
  • Söldens Bürgermeister Ernst Schöpf sieht sich einer großen Herausforderung gegenüber.
  • Foto: Krabichler
  • hochgeladen von Petra Schöpf

Auf die Frage, ob man in Sölden zu spät reagiert hat, sprach Bgm. Ernst Schöpf von einer europaweiten Notwendigkeit zur Isolierung und einer schwierigen Ausgangslage, die niemand bisher erlebt hat. 

SÖLDEN/TIROL (ps). Nachdem auch die Gemeinde Sölden unter Quarantäne gestellt wurde, kamen ähnliche Vorwürfe wie gegen die Verantwortlichen bei der Abriegelung von Ischgl auf. Bürgermeister Ernst Schöpf auf die Frage, ob man Sölden zu spät abgeriegelt hat:

"In einer für alle neuen Situation hilft es wenig, das Buch von hinten zu lesen. Im Nachhinein betrachtet ist es schwer eine für alle fordernde Situation zu beurteilen. Es wurde mir allerdings von einer Virologin gesagt, dass man in Anbetracht der jetzigen Situation bereits im Februar ganz Europa abriegeln hätte sollen. Wir haben Sölden abgeriegelt, nachdem uns die vorerst drei positiven Testergebnisse aus dem Aprés Ski-Lokal bekannt waren, mehr konnten wir nicht tun," schilderte Schöpf die Vorgehensweise.

Neben den mittlerweile fünf Personen mit einem positiven Testergebnissen wurden auch 46 Menschen vorsichtshalber isoliert.
Die Quarantäne der gesamten Gemeinde wird voraussichtlich bis einschließlich 2. April dauern und wird durch Gesetzeshüter und Heeresangehörige kontrolliert. 

Kurve wird weiter steigen

Tirolweit befinden sich hunderte Personen in Quarantäne, verordnet oder freiwillig. Es bedarf rigoroser Einhaltung dieser Maßnahmen um eine exponentielle Ausbreitung zu vermeiden. Derzeit sind 444 Personen in Tirol mit dem Virus infiziert, österreichweit liegt die Zahl bei 1.646.
Bisher kamen sieben Personen, die teils schwere Vorerkrankungen hatten, durch den Virus ums Leben. Aber auch die Zahl der genesenen Menschen steigt, in Tirol sind es vier. Laut der Bundesregierung muss aber trotz der einschneidenden Maßnahmen mit einer vorerst weiter ansteigenden Infektionskurve gerechnet werden.
Die Inkubationszeit und die Wartezeit bis man einen Test machen kann wirken entsprechend verzögernd, Geduld bis zur Eindämmung wird notwendig sein.

Autor:

Petra Schöpf aus Imst

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