Tiwag pumpt halbe Milliarde in Ausbau Sellrain/Silz

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Die Ausbaupläne der Kraftwerksgruppe Sellrain/Silz werden den Tiroler Energieversorger Tiwag mehr als eine halbe Milliarde Euro kosten. Tiwag-Boss Bruno Wallnöfer, er will 2015 in Pension gehen, erklärte in der vergangenen Woche: "Die Hälfte der Kosten werden aus Eigenmitteln bewältigt, die andere Hälfte muss mit Krediten finanziert werden. Wir rechnen mit einem positiven UVP-Bescheid in der kommenden Woche, der Instanzenweg wird aber wohl mindestens weitere zwei Jahre benötigen, sodass wir mit einem Baubeginn 2018 kalkulieren. Nach fünf Jahren Bauzeit könnte dann die Kraftwerksgruppe im Kühtai mit der vollen Leistung ans Netz gehen." Derzeit werden an den bestehenden Anlagen umfangreiche Revisionsarbeiten durchgeführt, in den nächsten zwei Jahren werden rund 30 Millionen in die Bestandserneuerung gepumpt. Der Ausbau von Sellrain/Silz stößt dabei vor allem im Stubaital auf erheblichen Widerstand. Die Wasserableitung aus dem Stubai haben einige Gegner auf den Plan gerufen. Tiwag-Boss Wallnöfer kann die Argumente der Kritiker nicht nachvollziehen und meint: "Die Gemeinde Neustift bekommt schon jetzt Abschlagszahlungen, die sich mit dem Bau der Leitung natürlich weiter erhöhen werden. Insgesamt muss man aber einem Projekt wie Sellrain/Silz einen Persilschein ausstellen, denn es handelt sich ja um einen Aus- und keinen Neubau. Hier können viele Synergien genutzt werden, zudem verweise ich in diesem Zusammenhang auf die noch immer 93 Atomkraftwerke in der EU, von denen man sich ja verabschieden will. An der Wasserkreft führt kein Weg vorbei." Die viel kritisierte Pumpspeichertechnik sieht Wallnöfer auch nach dem Preisverfall am Strommmarkt als weiterhin lukrativ, sie sei eine grüne Batterie für das europäische Stromnetz. Zu den umstrittenen Crossboarder-Verträgen und deren Auswirkungen auf die geplanten Neuanlagen im Kühtai gibt es unterschiedliche Meiningen. Wallnöfer dazu: "Die Crossboarder-Verträge werden mit dem verbliebenen Partner modifiziert, unserer Ansicht nach ist die Erweiterung in Sellrain/Silz nicht CBL-Vertragsbestandteil. Auch im UVP-Verfahren spielen diese Dinge keine Rolle."

Autor:

Clemens Perktold aus Imst

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