Wacker Innsbruck will in Mieming ein Trainingszentrum bauen - Anrainer sind skeptisch
Trainingscamp als Jobmotor?

Dorfchef Franz Dengg sieht eine große Chance für Mieming
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  • hochgeladen von Clemens Perktold

MIEMING (pc). Die neue Mieminger Bürgerinitiative "Naherholungsgebiet statt Trainingszentrum" wehrt sich gegen die geplanten fünf Wacker-Fußballplätze in Weidach. Direkt neben der Untermieminger Wohnsiedlung Weidach soll nach dem Willen der Dorfgewaltigen ein FC-Wacker-Trainingszentrum gebaut werden. "Ein Internat mit 50 Betten, Flutlicht bis in die späten Abendstunden, dazu ein reger An- und Abreiseverkehr, das sind keine guten Aussichten für uns Mieminger", schimpft Monika Kofler, eine der Projektgegnerinnen.

Grundsatzbeschluss gefasst
Stand der Dinge ist, dass in der Gemeinderatssitzung vom 12. September des Vorjahres das Projekt von den Verantwortlichen des FC Wacker vorgestellt wurde und daraufhin in einem einstimmigen Grundsatzbeschluss zugesichert wurde, dass von Mieming die dazu nötigen "Flächen mittels Baurecht zur Verfügung gestellt" würden.
Hier hakt Mario Schennach, einer der Anrainer ein: "Auf dem Areal sind beträchtliche Mengen an Altlasten vergraben, eine allfällige Sanierung würde laut Kostenschlüssel zwischen acht und 50 Millionen Euro verschlingen. Wer soll das bezahlen, fragt man sich. Nach dem Verursacherprinzip müsste dazu die Gemeinde zur Kassa gebeten werden. Ich glaube daher kaum, dass diese Pläne des FC Wacker auf diesem Standort realistisch sind."

Belastungen befürchtet
Die Projektgegner sehen ein beliebtes Naherholungsgebiet großflächig in Gefahr. Auch  Lärmbelästigungen durch die Zubringerbusse und Besucher-PKW und in der Folge sinkende Immobilienwerte werden befürchtet. Gespräche mit Bürgermeister Franz Dengg führten zu keinem Konsens. Eine weitere Besprechung mit FC-Wacker-Vertretern folgte am 20. November mit Präsident Gerhard Stocker, Vorstandsmitglied Joachim Jamnig und Clubmanager Peter Margreiter. Die Mieminger Bürgerinitiative fordert von Bürgermeister Dengg mehr Informationen und eine offene Diskussion rund um die Wackerpläne. Bürgermeister Franz Dengg erklärt auf Anfrage: "Wir sprechen hier von einem Grundsatzbeschluss und einer Absichtserklärung von Wacker Innsbruck. Noch steckt man in einer Projektierungsphase und deshalb kann man auch noch keine näheren Informationen weiterleiten. Wacker beabsichtigt aber, die Geschäftsstelle samt Internat und Trainingszentrum in Untermieming zu bauen, was an die 70 neue Arbeitsplätze bringen würde. Noch sprechen wir aber über ungelegte Eier, die Bedenken der Anrainer werden aber von uns ernst genommen und in den Behördenverfahren werden diese auch ausreichend behandelt."

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