TTV-Präsident Josef Falkner: Löhne rauf!

Die Tiroler Tourismusvereinigung mit Josef Falkner an der Spitze wittert durch die neue Regierung Morgenluft. Das Wirtschaftsklima scheint sich von Wien bis nach Tirol zu erwärmen, dabei ist es vor allem die Steuerlast, die verringert werden soll und damit den Unternehmern mehr Handlungsfreiheit verspricht. Falkner meint: "Es ist sehr erfreulich, wenn die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen verbessert werden. Trotzdem gilt es, zahlreiche Defizite und Versäumnisse aus der Vergangenheit wettzumachen. Wir müssen mit den Löhnen rauf, sowohl von den Kollektiv-Vereinbarungen, wie auch beim Personal generell. Dies kann aber nur über Steuererleichterungen erreicht werden." Der Facharbeitermangel hat indessen auch vor den Tourismushochburgen, wie Sölden nicht halt gemacht. Falkner muss selbst als Unternehmer um ausreichendes Personal in seinem Hotel kämpfen. Neben den hohen Steuern und dem Fachkräftemangel erschwert die derzeitige Gesetzeslage auch die Betriebsübergabe an die nächste Generation. "In diesem Bereich herrscht ebenfalls Handlungsbedarf, denn wenn der Betrieb nicht in der Familie weitergegen wird, dann wird er verkauft und das nicht selten ins Ausland", weiß der Sölder Gastronom und verweist auf rund 30 Häuser, die in der Ötztaler Touristenhochburg im vergangenen Jahr verkauft wurden. Es gebe zwar keinen Grund, die Branche krank zu jammern, aber die Weichenstellung für die Zukunft müsse jetzt erfolgen, denn gerade bei den Betriebsübergaben ist der Status Quo nicht zufriedenstellend, es drohe der Ausverkauf.

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