Stimmungsvolle Imster Weiberfasnacht 2020
Umzug der Imster Frauen begeisterte mit alten Mythen und buntem Treiben

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IMST(alra). Der Unsinnige Donnerstag stand heuer bereits zum achten Mal im Zeichen der Imster Weiberfasnacht. Der alte Brauch geht bis auf das Mittelalter zurück und die Imster Frauen beleben dieses mystische Erbe seit 2013 alljährlich mit neuem Leben. Auch heuer füllte sich die Stadt mit zahlreichen Besuchern, die sich vom bunten Treiben und der ausgelassenen Stimmung begeistern ließen.

Rund 150 Teilnehmerinnen versammelten sich zum Auftakt, der traditionell um 15.00 Uhr am Sparkassenplatz mit der Vorstellung der einzelnen Gruppen stattfand. Mit vereintem stimmlichem Einsatz wurde mit dem Fasnachtslied die weibliche Machtübernahme verkündet, die bereits am Vormittag in der Stadtgemeinde mit Schlüsselübergabe erfolgte. Die Imster Weiberfasnacht stellt seit Anbeginn auch kulturelle und spirituelle Überlieferungen in die Dramaturgie des bunten Treibens. Verehrung der Natur und die Veranschaulichung des Lebenskreislaufes von der Geburt bis zum Tod bilden tragende Elemente des Umzugs. Neben den alten Mythen finden sich freie und kreative Darstellungen, die der Fasnacht ihre ausgelassene, energiegeladene und humorvolle Komponente verleihen.

Neue Maskengruppen

Der Aufzug der einzelnen Formationen führte vom Sparkassenplatz durch die Kramergasse. Mit dabei waren die bereits bekannten Maskengruppen der Moorhexen, die Wiatigen, heuer mit dem Thema Afrika und der Weiberfasnachtschor sowie die Saligen. Die Ratschweiber wussten wieder allerlei Neuigkeiten aus Imst und Umgebung zu berichten. Die Wetterhexen brachten gleich den Regenbogen mit, die Kräutehexen allerlei geheimnisvolles Gebräu. Bereits zum zweiten Mal traten die auffälligen Avatare und die rasante Gruppe des Rodelvereins sowie die arbeitswütigen Bauarbeiter auf. Als Neuzugang waren die jodelnden Sennerinnen, die coolen Girls aus den Achzigern und die aufwendig-schillernde Gruppe Vogelfrei mit dabei. Die erhabene Bethengruppe mit großem Gefolge startete als erste Gruppe in den Umzug der Weiberfasnacht.

Alte Bräuche und Rituale

Besonders mystisch-elegant gestaltete sich wie in jedem Jahr die Spitze des Umzugs, die zugleich die Urkraft des Brauchs symbolisieren. Die drei Bethen führten mit der Fahnenträgerin, der Hohen Priesterin und dem Totenpaar die Weiberfasnacht durch die Stadt. Begleitet wurde die Spitze von Frau Holle, den Kreislerinnen und Fabelwesen.

Beständige Kreativität

Ausstattung – Kostüme und Maske waren erneut vielfältig, kreativ und die Teilnehmerinnen zeigten sprühende Lebensfreude. So gab es für die zahlreichen Besucher jede Menge gute Laune und durchwegs ausgefallene Kreationen sowie aufwendige Figuren zu sehen. Der Vorplatz des Pflegezentrums war gegen 18.00 Uhr erreicht und gemeinsam stimmten die Frauen noch einmal in ihr Fasnachtslied ein und besiegelten damit die erneut gelungene Regentschaft und erfolgreiche Weiberfasnacht 2020.

Autor:

Alexandra Rangger aus Imst

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