VIDEO: "Der ganz normale Wahnsinn"

Bye bye Bambi:  Überspitzt, und doch erschrecklich nahe an der Realität.
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  • Bye bye Bambi: Überspitzt, und doch erschrecklich nahe an der Realität.
  • hochgeladen von Stephan Zangerle

IMST (sz). Auf den ersten Blick erscheint das Stück "Bye bye Bambi" von Uli Brée und Gabriel Castañeda Senn, welches vergangenen Samstag in der Bühne Imst Mitte seine Premiere feierte, überspitzt, hektisch und fernab jeder Realität.

Viel Zündstoff
Dieser Eindruck währt jedoch nur kurz. Die Inszenierung unter der Regie von Peter Schaber erschafft ein Bild, das einerseits humorvoll für einige Lacher sorgt, andererseits der Gesellschaft beinhart den Spiegel vor das Gesicht hält. Angefangen beim, im wahrsten Sinne des Wortes, "angefütterten" Bürgermeister, der versoffenen "Dorftratsche" bis hin zum Sprücheklopfer, der an die Rolle des "Joe" in der Piefke Saga erinnert wird bei diesem Stück keine Peinlichkeit unserer Gesellschaft ausgelassen.
Für zusätzlichen Zündstoff sorgen nicht nur die hervorragend spielenden Akteure sondern auch der Inhalt indem der gesellschaftliche Umgang mit Homosexualität und Ausländern debattiert wird.

Gemischte Gefühle
Wer bei diesem Stück auf seichte Unterhaltung hofft, ist hier falsch, obwohl "Bye, bye Bambi" gerade zu von sarkastischen Pointen strotzt. Der Hintergrund der Geschichte aber ist das genaue Gegenteil davon. Aber es ist auch dieser Punkt, der dieses Stück so interessant macht und den Zuseher gleichzeitig nachdenklich stimmt und wieder auflachen lässt. Sehenswert!

Zum Inhalt:
Eine überaus engagierte Regisseurin will mit einer neuen Version von "Romeo und Julia" dort ansetzen, wo Shakespeare versagt hat. Durch die entstehenden Probleme und Unruhen im Ensemble als auch im Umfeld des Provinztheaters muss das Stück mehrmals umgeschrieben werden und das Chaos nimmt seinen Lauf. Es gibt Sex am Faschingsball, eine Reihe von Erpressungen, schwule Ausländer und einen vergifteten Kebab. Und schließlich wird auch noch innerhalb der Gruppe jemand ermordet, jeder wird zum Verdächtigen und Jack Bauer muss den Mörder suchen…

DarstellerInnen: Sara Frankenberger, Walter Huber, Anneliese Krabacher, Lukas Leiter, Roswitha Matt, Stefan Perwög, Christian Reiter, Bernd Sonderegger, Peter Wolf.

Aufführungstermine: 14./15./21./22./28./29. März, 3./4./11./12./20./21. und 26. April.
Beginn jeweils um 20 Uhr.

Kartenreservierungen unter Tel. 0664-6360646 oder www.humiste.at.

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