Vortrag der Auer-Brüder
Vitus und Hansjörg Auer zeigten atemberaubende Bilder

Stefan Larcher, Sebastian Fuchs und Vitus Auer
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  • Stefan Larcher, Sebastian Fuchs und Vitus Auer
  • Foto: Vitus Auer
  • hochgeladen von Petra Schöpf

UMHAUSEN. Zugunsten der Bergrettung Umhausen fand ein Vortrag der Brüder Vitus und Hansjörg Auer statt. Wer Hansjörg Auer, den Weltklasse Kletterer aus Umhausen kennt, der ahnt, welch atemberaubende Bilder bei einem Vortrag mit ihm das Publikum in Staunen versetzen wird. Ihm gleich machte es vergangenen Donnerstag sein Bruder Vitus. Der jüngste Bruder von Hansjörg begab sich 2018 mit Sebastian Fuchs und Stefan Larcher auf eine Expedition zum Himjung in Nepal. Vitus beschrieb seine erste große Expedition lebendig und nahm den Zuschauer mit in ein Gebiet, das mitten in einer lebensfeindlichen Zone liegt, umringt von Sechs- und Siebentausendern. Auch die Anreise und Kurzaufenthalt in Kambodscha hielt er mit stimmigen Bildern fest. Besonders die situationsbedingten Schwierigkeiten, wie etwa das Schlafen oder besser Nicht-schlafen-können in der sauerstoffarmen Zone oberhalb der sechstausend Metergrenze erklärte Vitus dem Laien sehr anschaulich. Auf grund der von Karl Gabl vorhergesagten Verschlechterung des Wetters waren die drei Kletterer, nachdem sie die vorgesehene Zeit damit verbrachten sich zu aklimatisieren, gezwungen schnell zu handeln. Sie entschieden sich für einen raschen Aufstieg in den frühen Morgenstunden, biwakierten einmal und kletterten nach nur zwei Stunden Schlaf die ganze Nacht durch. Der Lohn dafür war ein bezwungener Gipfel in der Mittagszeit. Der Abstieg gestaltete sich in dem unbekannten Gebiet, bis auf einige schwierige Passagen, erträglich und nach 20 Stunden Kletterei erreichten die drei überglücklich das Basislager. Die Leistung und sympathische Art des Vortrages honorierte das zahlreiche Publikum mit kräftigem Applaus.

Verarbeitung des Unglücks

Für Hansjörg Auer war es der erste Vortrag in seiner Heimatgemeinde seit fünf Jahren. Es war auch das erste mal, dass er Bilder von der Unglücks-Expedition zum Nilgiri South im Annapurna-Massiv 2015 zeigte und über den Absturz seines Freundes Gerhard "Gery"Fiegl in einem öffentlichen Rahmen sprach. Der Extrem Kletterer versuchte die richtigen Worte für die bis heute noch nicht ganz verarbeitete Katastrophe im Himalayagebiet zu finden. "Gery war und wird bei uns sein, wenn wir auf verschiedenen Gipfeln stehen", so der Profi-Alpinist. 
Mit einem bildgewaltigen Streifzug durch mehrere Expeditionen mit seinem Freund Alex Blümel, zwei Versuchen mit David Lama und einer Alleinbegehung eines Siebtausenders ließ er wieder einmal bloßes Staunen beim Publikum zurück.

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