Interview mit Dr. Günther Ladner vom Gesundheitszentrum Imst zur aktuellen Situation
Von Ferndiagnosen und Notbetrieb

Dr. Günther Ladner führt das Imster Gesundheitszentrum am Grettert.
  • Dr. Günther Ladner führt das Imster Gesundheitszentrum am Grettert.
  • Foto: Foto: Praxmarer
  • hochgeladen von Clemens Perktold

Der Imster Arzt und Internist Dr. Günther Ladner betreibt seit vielen Jahren ein Gesundheitszentrum am Grettert. Er gibt Tipps zur Prävention und nimmt Stellung zur aktuellen Lage.

IMST.
BEZIRKSBLÄTTER: Wie läuft ihr Betrieb derzeit, ist die Praxis und die Therapiestation im Betrieb?
DR. GÜNTHER LADNER: "Die Physiotherapie haben wir bis auf weiteres schließen müssen, zu hoch ist das Risiko für Patienten und für das Personal. Die Praxis betreiben wir in reduziertem Betrieb, sind aber telefonisch natürlich für unsere Patienten da."
Ist ein Ende der Krise absehbar?
"Natürlich wird auch das Coronavirus in den Griff gekriegt werden müssen, ich rechne da aber mit längeren Zeiträumen. Medikamente haben mitunter schwere Nebenwirkungen, insoferne müssen neue Mittel natürlich genauestens gestestet werden. Die Krise wird uns wohl auch im Bezirk Imst noch bis in den Sommer begleiten."
Was können wir selbst neben den üblichen Maßnahmen tun, damit wir gesund bleiben?
"Neben dem häufigen Händewaschen und desinfizieren, ist es auch ratsam alle Dinge des täglichen Gebrauchs, vor allem Handys, Tablets und dergleichen möglichst keimfrei zu halten. Auch das Tragen von Handschuhen und auch Schutzmasken in der Öffentlichkeit bietet einen gewissen Schutz vor der Ansteckung".
Haben Sie in Ihrer Ordination auch Maßnahmen ergriffen?
"Auch wir lernen ständig dazu. Ich habe beispielsweise die Zeitungen und Magazine in meinem Warteraum entfernt, denn auch hier ist eine Ansteckung denkbar."
Wie sieht es mit der Disziplin der Patienten aus?
"Ein Großteil verhält sich wirklich vorbildhaft, ein kleiner Teil ignoriert leider immer noch sämtliche Warnhinweise. Deshalb können unsere Patienten nur mehr über die Türglocke einzeln eingelassen werden".
Wie beraten sie nun ihre Patienten?
"Es sind Diagnosen via Telefon durchaus möglich und sinnvoll. Ein kürzlicher Verdachtsfall hat sich zum Glück negativ testen lassen. Man muss aber die Symptomatik genau kennen, um weitere Maßnahmen in die Wege zu leiten." 

Das Gespräch führte 
Clemens Perktold

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