Update: Coronavirus
Weitere bestätigte Fälle im Bezirk Imst und Ausgangssperre ausgesprochen

Erster bestätigter Fall im Bezirk Imst
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Die Zahlen der infizierten Personen im Bezirk Imst steigen langsam, auch aufgrund der strikten Maßnahmen der Landesregierung.

BEZIRK (ps). Nachdem am vergangenen Mittwochvormittag ein 58-Jähriger aus Sautens als erster Coronafall im Bezirk Imst bestätigt wurde, kam am Nachmittag eine positiv getestete Person aus Haiming dazu. Am Mieminger Plateau sorgte das positive Testergebnis des dortigen Arztes für große Verunsicherung. Der Arzt wurde sofort abgesondert und die betroffenen Personen in seinem Umfeld informiert. 
Donnerstags wurden auch zwei Personen aus Wildermieming, eine davon aus dem Personenkreis rund um den Arzt, positiv getestet. Am Montag, dem 16. März, wurden noch einmal drei Fälle im Bezirk bekannt gegeben. Mittlerweile sind die Zahlen der Infizierten in Tirol auf 292 (Stand Montagvormittag) gestiegen. Die meisten davon stehen in direktem oder indirektem Zusammenhang mit dem Paznauntal, St. Anton und der Stadt Innsbruck.
Andreas Nagele, stellvertretender Bezirkshauptmann in Imst, erklärte: „Die Maßnahmen werden auch bei uns rigoros umgesetzt und polizeilich genau kontrolliert. Wer trotz Quarantäne das Haus verlässt, muss mit bis zu 2.170 Euro Strafe rechnen. Wir bitten natürlich um Selbstverantwortung und Disziplin in den kommenden Wochen.“ Auch Martin Schneider, Direktor an der VS Oberstadt, appelliert: „Wer die Möglichkeit hat, der sollte bitte zu Hause bleiben. Für unsere Schüler wird eine Betreuung sichergestellt, allerdings nur für jene Fälle, die keine andere Möglichkeit haben. Der Schulstoff wird derzeit ausgesetzt, wir hoffen, mit einer App ein Weiterkommen von Zuhause aus zu ermöglichen.“

Tirolweite Maßnahmen

Die Bundesregierung veranlasste die Schließung der Schulen ab Montag, Fernunterricht wird vorbereitet. Auch die Krankenhäuser und Seniorenpflegeheime fordern auf, die Besuche einzustellen.
Des Weiteren wurde vergangenes Wochenende die Schließung der Skilifte und der Gastronomie veranlasst.
Vergangenen Sonntag wurde von Landeshauptmann Günther Platter die Ausgangssperre verhängt. Das bedeutet, dass man nur noch für dringende Besorgungen oder für nicht vermeidbare Beschäftigungen das Haus verlassen soll. Die Maßnahmen sollen vorerst für eine Woche andauern. Nur Personen, die auch in einem Haushalt leben, sollen Kontakt haben.
Auch die Trennung von Enkelkindern und deren Großeltern soll Ernst genommen werden – im eigenen Interesse. Die Ärztekammer Tirol weist darauf hin, dass Ordinationsbesuche nur nach telefonischer Terminvereinbarung möglich sind. Außerdem sollte man sich auf nur unbedingt notwendige Ordinationsbesuche beschränken.

HeldInnen des Alltags

Größter Dank wurde von der Regierung den HeldInnen des Alltags ausgesprochen. Die Angestellten des Lebensmittelhandels, ApothekerInnen, MitarbeiterInnen im Krankenhaus, Ordinationen und Pflegeheime – sie alle leisten in diesen Krisentagen Übermenschliches. Das wenigste, das man ihnen entgegenbringen kann, ist Respekt. KundInnen sollen sich in Geduld üben, wenn die Schlange an der Kasse länger ist als gewöhnlich oder wenn ein Artikel einmal ausverkauft ist. Niemand kann sich vorstellen, was diese VerkäuferInnen momentan leisten. Die Versorgung ist garantiert, höchstens ein wenig eingeschränkt.

Autor:

Petra Schöpf aus Imst

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