Arzl im Pitztal - "Bürgermeistersessel wird frei, zwei Kandidaten bewerben sich für dessen Sitz"

Klaus Loukota links und Josef Knabl rechts stellen sich der Wahl zum Bürgermeister in Arzl
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Nachdem sich der Arzler Bürgermeister in die Polit-Pension verabschiedet, wird von der Gemeindebevölkerung am 28. Februar ein Nachfolger gewählt werden.
Zwei Kandidaten werden für das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Arzl kandidieren und wollen sich mit Antworten zu einigen Fragen zu ihrer Bewerbung bei den Wahlberechtigten des gesamten Gemeindegebietes vorstellen.

Josef Knabl aus Timls ist 50 Jahre alt, verheiratet, Vater zweier Kinder, beruflich als Elektrotechnikmeister bei den Stadtwerken Imst beschäftigt.
Im Nebenerwerb bewirtschaftet er eine Begbauernlandwirtschaft, ist Kommandant der FFW Arzl, seit zwölf Jahren im Gemeinderat, davon sechs Jahre im Gemeindevorstand tätig.
Klaus Loukota aus Leins ist 56 Jahre alt, verheiratet, Vater dreier Kinder, beruflich als Tourismusreferent der Landwirtschaftskammer Tirol und als Geschäftsführer der Tourismusorganisation Urlaub am Bauernhof in Tirol beschäftigt.
Ehrenamtlich in einigen tirolweiten Tourismusgremien, beim Tourismusverband Pitztal, als Obmann des Pitztalchores, als Funktionär des SV Leins und in der Kirche tätig.

Die gestellten Fragen und die Antworten beider Bürgermeisterkandidaten:

Frage: Warum Bewerben sie sich als Bürgermeister der Gemeinde Arzl?
Klaus Loukota: Ich möchte den Bürgerinnen und Bürgern aus Arzl einfach eine wirkliche Wahlmöglichkeit geben; es widerstrebt meinem Demokratiebewusstsein, wenn in einer Gemeinde mit über 3000 Einwohnern keine echte Wahl möglich wäre. Ich habe in meinem Leben schon viele Führungsaufgaben ausfüllen dürfen; seit nunmehr 20 Jahren führe ich eine Leitorganisation im Tiroler Tourismus ‚Urlaub am Bauernhof‘ als Geschäftsführer - ich fühle mich dem Bürgermeisteramt gewachsen und werde den Arzlerinnen und Arzlern gerne dienen.
Josef Knabl: Ich gestalte bereits seit meiner Jugend aktiv am Dorfleben von Arzl mit und daher ist es mir nicht egal, was die Zukunft für unsere Gemeinde bringt. Deshalb möchte ich als Bürgermeister mitarbeiten und auch Verantwortung übernehmen.

Frage: Was würde mit ihnen als Bürgermeister in der Gemeinde anders als in der Vergangenheit?

Klaus Loukota: Festzuhalten ist, dass Bürgermeister Siegfried Neururer in seiner mehr als 20-jährigen Amtszeit viel geleistet hat. Mein Verständnis des Amtes ist es, gemeinsam mit den Menschen Projekte und Vorhaben zu entwickeln - ich werde ein Bürgerforum bilden, in welchem die Arzlerinnen und Arzler (auch anonym) ihre Wünsche, Anregungen und Sorgen deponieren können, Gespräche mit Betroffenen führen und vor allem den Mensch in den Mittelpunkt all unserer Bemühungen stellen. Mit einem Team - meinem Team - werde ich offen und ehrlich agieren; ich werde Meinungen hören und diese auch zu akzeptieren wissen. Falls ich gewählt werde, weiß ich von wem ich gewählt worden bin: von den Bürgern meiner Gemeinde - und dessen werde ich mir bewusst sein!
Josef Knabl: Die Gemeinde Arzl hat sich zu einer Vorzeigegemeinde entwickelt. Nach zwölfjähriger Tätigkeit im Gemeinderat, sehe ich meine Hauptaufgabe in der Fortsetzung des erfolgreichen Weges und stehe auch Richtungsänderungen positiv gegenüber. Wichtig ist aber auch mein erfahrenes Team, darunter einige engagierte GemeinderätInnen, dazu kommen noch frische Impulse von jungen Kandidaten aus allen Ortsteilen und Altersgruppen. Dieser Mix aus Wirtschaftstreibenden; Arbeitern; Angestellten und bäuerlichen Vertretern wird mir sicher helfen auch in Zukunft unsere Gemeinde in eine gute Richtung zu lenken.

Frage: Was sind die Vorhaben und Ziele mit ihnen als Bürgermeister in den nächsten sechs Jahren?

Klaus Loukota: Die Vorhaben unserer Liste ‚Lebenswerte Gemeinde Arzl‘ sind in fünf große Bereiche unterteilt:
a) Unsere Kinder - unsere Zukunft
b) Perspektiven für die Jugend
c) Kulturelle Vielfalt
d) Wirtschaft und Arbeit
e) Regionale Infrastruktur
Für all‘ diese Bereiche haben wir konkrete Projekte formuliert - Ganzjahresbetreuung für unsere Kleinsten, Spielplätze in allen Ortsteilen und Weilern, leistbares Wohnen, Bildungsprämien, Weiterentwicklung des Gewerbegebietes, Wiederbelebung des Dorfkerns, Bauern fördern, ein breites Kunst- und Kulturspektrum, ein regionales Hallenbad und die beste Zubringerlösung für das Naherholungsgebiet am Hochzeiger sind schwerpunktmäßig jene Bereiche, die wir in der nächsten Gemeinderatsperiode angehen werden.
Josef Knabl: Mit bereits angefangene Projekte zügig fortzufahren, wie die Sportanlage Schönbühel, die Erhaltung und der Ausbau des Infrastrukturnetzes, kostengünstiges Bauland, Verbesserung des Nahverkehrs sind nur einige weitere Punkte . Mein Ziel ist es die Gemeinde lebenswert, familienfreundlich und wirtschaftlich in Einklang zu bringen und auf Basis gesetzlicher Grundlagen und der vorhandenen Ressourcen zum Wohle der Bürger zu arbeiten. Ein wichtiges Anliegen ist mir auch ein gutes Vereinsleben, ein Dorf wo auch unsere Senioren sich wohl fühlen, wo junge Familien Spielplätze, Kindergärten und Schulen usw. vorfinden, denn dadurch lebt unsere Gemeinde.

Frage: Wie würden sie als Bürgermeister den Kontakt und Informationsfluss mit, und zur Gemeindebevölkerung pflegen?
Klaus Loukota: Bei mir werden die Menschen im Mittelpunkt aller Bemühungen stehen - ich werde Ihnen zuhören und mit Ihnen diskutieren; es wird jährliche eine öffentliche Gemeindeversammlung geben - unsere MitbürgerInnen werden sich mit ihren Vorschlägen aktiv einbringen können. Ich werde meine derzeitigen beruflichen Aktivitäten reduzieren um möglichst viel Zeit in der Gemeinde zu verbringen zu können. Speziell die vielen Vereine - sie sind die Seele unserer Gemeinde - liegen mir besonders am Herzen; diese werden seitens der Gemeinde entsprechend unterstützt werden. Ich bin ein Mensch der modernen Medien - diese werde ich auch nützen um den Informationsfluss zu verbessern.
Josef Knabl: Durch persönlichen Kontakt. Sprechstunden im Gemeindeamt. Nutzung der modernen Kommunikationsmittel wie Social media. Bürgerservice einrichten auf der Gemeindehomepage. Eine Bürgerversammlung und ein Kinder- und Jugendgemeinderat sind sicher eine gute Ergänzung um die Sorgen, Probleme und auch die positiven Dinge von der Bevölkerung zu erfahren.

Die wichtigste Antwort gibt natürlich am Wahlsonntag die Bevölkerung, sie wird mit ihren Stimmen darüber entscheiden welcher der beiden Kandidaten dann wirklich am Bürgermeistersessel Platz nehmen, und für die Gemeinde, die nächsten sechs Jahre arbeiten darf.
2016.02.11

Wo: Gemeindehaus, Hauptstraße, 6471 Arzl im Pitztal auf Karte anzeigen
Autor:

Hans Rimml aus Imst

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