Der Sieger heißt „Seefeld“ - Kitzbühler David Kreiner in Hochform!

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SEEFELD. Keinen Österreichischen Sieg – dafür aber einen Gewinn für die Olympiaregion Seefeld: So lautet das Resümee nach dem Weltcup-Wochenende in der neuen Casino-Arena Seefeld!
Mehr als 8.300 Zuschauer feuerten am Sonntag die Nordischen Kombinierer an! Es war der grandiose Abschluss eines Wochenendes, wie es Seefeld schon lange nicht erlebt hat! Dabei begann der Freitag mit einer Schreckensmeldung: Mario Stecher verletzte sich im Probesprung vor dem Teambewerb (hat Seefeld von Schonach übernommen). Der Kitzbühler David Kreiner sprang in die Presche, gab sein Bestes, und das ÖSV-Team feierte am Ende den 2. Platz hinter Norwegen. David Kreiner sorgte auch am Samstag für eine Sensation: Als Bester Österreicher beendete er das Einzelrennen mit dem 4. Platz hinter Jason Lamy Chappuis (FRA), der damit Stechers gelbes Trikot überzog. Dahinter waren die Norweger Magnus Moan und Mikko Kokslien. Kreiner komplettierte seinen Triumph am Sonntag: Er feierte einen viel umjubelten 3. Platz vor über 8300 Zuschauern! Sieger wurde der Norweger Moan vor dem Weltcupführenden Chappuis.
Jubel gab‘s das ganze Wochenende lang auch bei den Touristikern in der Olympiaregion: TV-Werbung und Besucher ließen die Herzen der Seefelder höher schlagen. Der SC Seefeld mit rund 160 Helfern rund um Bgm. und OK-Chef Werner Friesser leistete während und nach den Regenfällen und Warmwettereinbruch ganze Arbeit und breitete den Sportlern abermals den roten Teppich aus!

Die Bewerbe von Freitag, 14. Jänner bis Sonntag, 16. Jänner im Einzelnen:

FREITAG, 14. 1. 2011:

Rang 2 für ÖSV-Kombinierer
Norweger siegten + Frankreich auf Platz 3

Mit einem Sieg der Norweger Moan, Klmetsen, Schmid und Kokslien endete der Mannschftsbwerb der Kombinierer, der am Freitag für Schonach nachgetragen wurde. Das durch den Ausfall von Mario Stecher geschwächte österreichische Quartett landete mit Gottwald, Denifl, Kreiner und Gruber an zweiter Stelle. Rang 3 erkämpfte sich im Zielsprint Frankreich vor Deutschland.

Die Österreicher liefen ein taktisch kluges Rennen, setzten Felix Gottwald als Startläufer ein, der dann auch an erster an Willi Denifl übergab. Der Stubaitaler Denifl verlor auf seinen norwegischen Kontrahenten Klemetsen bis zur Übergabe 12,4 sec, die dann aber David Kreiner gegen Schmid wieder wettmachte und mit 0,8 sec Vorsprung vor Norwegen an den ÖSV-Schlussläufer Bernhard Gruber übergab.Gruber hielt mit Kokslien mit, hatte aber im Finish nicht mehr die Kraft das Tempo des Norwegers mitzugehen und verlor insgesamt 12.7 Sekunden.

Statements der Teilnehmer:
Felix Gottwald: "Die 5 km Strekice ist immer wieder eine Herausforderung. Unsere Taktik war klar abgesprochen an die sich auch alle hielten. Wichtig ist, dass man sich die Kräfte richtig einteilt um im Finish nochmals attackieren zu können. Die Strecke war super präpariert, man merkt, dass hier Fachleute am Werk sind. Die Abfahrten waren ziemlich gefinkelt und bedurften größter Aufmerksamkeit."

Willi Denifl: "Das Rennen war OK. Der Norweger Klemetsen wollte nicht unbedingt zusammenarbeiten, er versuchte mich in die Führungsrolle zu drängen.Ich bin mein Rennen gelaufen leider konnte ich im Finish Klemetsen nicht ganz halten."

David Kreiner: "Ich hatte mit Schmid einen guten Partner, den ich während des Rennens immer kontrollieren konnte. Im Endspurt war ich dann deer stärkere. In den Abfahrten hatte ich teilweise Probleme. Als Kitzbüheler bin ich gewillt zu sagen, dass heute die Abfahrten eher der Streif wie einer Langlaufabfahrt gleich kemen."

Bernhard Gruber: "Ich weiß, dass ich im Laufen noch nicht meine beste Form erreicht habe. Daran muss ich ncoh arbeiten. Im Finish war Kokslien einfach zu stark für mich, ich konnte sein Tempo nicht mehr halten. Trotzdem bin ich mit unserem zweiten Platz zufrieden."

Trainer Elden: "Mit der Leistung seiner Aktiven sehr zufrieden. Sie haben die Taktik eingehalten. Der Ausfall von Mario Stecher wurde bestens verkraftet. Die Norweger waren heute einfach zu stark."

SAMSTAG, 15.1.2011:
Souveräner Chappuis lief zum Sieg und zur Weltcupführung!

Norwegische "Walze" mit Moan und Kokslien auf den Plätzen zwei und drei. David Kreiner als bester ÖSV-Athlet Vierter

Was nach dem Springen eigentlich für die Experten bereits fest stand, Chappuis ist mit seinem 113 m -Sprung der Sieg kaum zu nehmen, dem wurde der Franzose im 10 km Lauf voll und ganz gerecht. Er lief ein lockeres Rennen, wirkte vom Start bis ins Ziel souverän und hielt selbst die norwegische "Walze" mit Moan und Kokslien klar in Schach. Bis auf 29,3 sec. kamen die Skandinavier an den Franzosen, der sich bei seinem Lauf sicherlich nicht voll ausgegeben hat und sich damit auch die Weltcupführung holte, heran. Wie stark die Norweger an diesem Tag waren, bestätigte David Kreiner, der kurze Zeit mit den Nordländern mithielt, dann aber, vor allem in der Abfahrt, klar dahinter blieb. Mit Rang vier und seinen Leistungen, war der Kitzbüheler aber sehr zufrieden. Eine sensationelle Laufleistung bot wieder einmal Felix Gottwald. Mit einem Rückstand von 2:35 Minuten ging er als 46. in die Loipe, in der Endabrechnung belegt er mit 1:23,5 Minuten Rückstand den beachtlichen 8. Rang. Damit blieben die ÖSV-Aktiven im 8. Einzelrennen dieser Saison erstmals ohne Stockerlplatz. Trotzdem war Trainer Bart Elden mit den Leistungen seiner Schützlinge zufrieden. David Kreiner bot seine beste Leistung, Felix Gottwald im Laufen eine Klasse für sich, Bernhard Gruber fehlt noch die Konstanz im Springen. Dass Mario Stecher heute das Leadertrikot des Weltcupführenden abgeben musste schmerzt zwar, es ist aber immer noch besser die Verletzung ist jetzt passiert als etwa in 3-4 Wochen.

David Kreiner: "Mit dem vierten Platz bin ich zufrieden, mit meiner heutigen Abfahrtsleistung als Kitzbüheler leider nicht. Ich habe in der Pause die Abfahrt in Wengen angeschaut und mir dabei wahrscheinlich das falsche eingeprägt. Wie Zurbriggen habe ich den Schneepflug eingelegt und dann auch noch die Analyse der Baumann- Abfahrt angesehen. Mit einem Wort- in der Abfahrt bin ich den Norwegern heute klar unterlegen."

Felix Gottwald: "Die Strecke war heute äusserst schwierig. Ich habe mich bei den Anstiegen immer etwas zurückgenommen um dann für die Abfahrten die volle Konzentration zu haben. Diese hat man heute unbedingt gebraucht. Heute war der Rückstand nach dem Springen einfach zu groß. Morgen ist aber ein neuer Tag. Wir sind natürlich etwas verwöhnt, stand doch bisher in jedem Rennen ein ÖSV-Athlet auf dem Stockerl.Zu Sportdirektor Pum gewandt meinte er: Gut dass wir uns in der Pause Wengen angesehen haben."

Christoph Bieler: "Die zwei Wochen Pause nach dem Rennen in Ramsau gingen nicht spurlos vorüber. Das heutige Rennen war für mich eine Art Standordbestimmung. Nun muss ich in Ruhe weiterarbeiten. Im Springen passt die Form grundsätzlich, wenngleich ich auch dort noch eine Steigerung für möglich halte. Im Laufen muss ich mich langsam wieder herantasten."

PS: Mario Stecher war beim 10 km Lauf als Zuschauer im Zielraum. Da und dort wurden in der Pause immer wieder Gerüchte laut, dass er im Sonntagbewerb eventuell schon wieder mit von der Partie sein könnte. Dem widersprach er aber klar. "Ich werde mich jetzt aufbauen, die Therapie voll durchziehen, vielleicht ist dann ein Start in Frankreich schon wieder möglich.Sicher werde ich aber erst dann an den Start gehen, wenn ich mich hundertprozentig fit fühle".

SONNTAG, 16.1.2011:
Moan nach zwei zweiten Plätzen im letzten Rennen zum Sieg!
David Kreiner als Dritter auf dem Podest. Chappuis auf Platz zwei

Im Seefelder Abschlussrennen holte sich der Norweger Magnus Moan nach zwei 2. Plätzen den Sieg und verwies den Vortagessieger Lamy Chappuis auf Rang zwei. Auf Platz drei der Kitzbüheler David Kreiner, der damit als erfolgreichster ÖSV-Athlet das Hochplateau nach den drei Wettkampftagen verlässt. Kreiner war praktisch als Ersatzmann nach Seefeld angereist, ist durch den Ausfall von Mario Stecher in die Mannschaft gekommen und krönte seine Teilnahme heute mit dem lange ersehnten Podestplatz. Überraschen konnte auch Tobias Kammerlander der Platz neun belegte, gefolgt von Lukas Klapfer (13.) und Wilhelm Denifl (15.)

Willi Denifl: "Die Spur war heute bei weitem nicht so eisig wie gestern,das ist mir entgegen gekommen."

Magnus Moan: "Seefeld zählt zu meinen Lieblingsplätzen. Die Athmosphäre, die Umgebung und die Sportstätten sind einfach super. Mit einem Sieg und zwei zweiten Plätzen war dieses Wochenende für mich überaus erfolgreich."

Felix Gottwald: "Für mich war es heute eine besondere Stimmung. Es war ja mein letzter Ensatz in Seefeld. Natürlich hätte ich gerne ein besseres Resultat erzielt, aber das habe ich im Springen vergeben. Umso mehr freut mich aber heute der Podestplatz von David. Zwei Jahre lang war er für mich ein kongenialer Trainingspartner. Heute hat er endlich jenen Platz erreicht, der ihm schon lange zusteht. Ich konzentriere mich nun auf das Rennen in Frankreich und dann gilt es ja, alle Kräfte noch einmal für die WM zu bündeln."

Tobias Kammerlander: "Mit der heutigen Platzierung bin ich zufrieden.Endlich konnte ich die Trainingsleistungen auch im Wettkampf abrufen."

David Kreiner: "Für das, dass ich eigentlich als Ersatzmann angereist bin, bin ich mit meinen Ergebnissen überglücklich. Den dritten Platz heute habe ich mit letztem Einsatz geschafft. Den Angriff in der Steigung musste ich wagen, weil ich die Gruppe sprengen musste.Danach hat mich eigentlich nur noch die Euphorie der Zuschauer ins Ziel getragen, alleine hätte ich es kaum noch geschafft. Ein Dank an das super Publikum."

Autor:

Georg Larcher aus Telfs

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