Busunternehmer fordern Abschaffung der LKW- Maut für Busse und Wiedereinführung der 12-Tage-Regelung

Seit Einführung des Road-Pricing müssen auch Busse auf dem hochrangigen Straßennetz in Österreich eine streckenabhängige Maut bezahlen. Der Obmann der Fachgruppe der Autobusunternehmer in der Wirtschaftskammer Tirol, Christof Lüftner, kämpft seither gegen diesen umweltpolitischen Unsinn. Jeder redet von der Notwendigkeit des Umstiegs auf den öffentlichen Verkehr, aber dem Busgewerbe werden ständig neue Kosten aufgehalst. Da können wir gegenüber dem Pkw-Verkehr nicht konkurrenzfähig werden, sondern wir sind gezwungen, die zusätzlichen Belastungen an unsere Fahrgäste weiterzuverrechnen, ärgert sich Lüftner über diese Ungerechtigkeit.

Der Autobus gehört zu den sichersten und umweltverträglichsten Verkehrsmitteln. Eigentlich müsste diese Tatsache von der Politik gefördert werden so wie es uns andere Länder bereits vormachen: In Deutschland oder bei der City-Maut in London sind beispielsweise Busse vom Road-Pricing ausgenommen. In Österreich nicht; ganz im Gegenteil hier werden Busse und Lkw gemeinsam erfasst. Ein kleiner 17-sitziger Bus zahlt genauso viel pro Kilometer wie ein 40 Tonnen schwerer Lkw mit fünf Achsen. Das ist ungerecht und gehört schleunigst geändert, gibt sich der Obmann kampfbereit und fordert die Wiedereinführung der Vignettenlösung.

Auch an anderer Front verteuert der Gesetzgeber mit unfairen Rahmenbedingungen das sichere und umweltfreundliche Verkehrsmittel Bus. Die EU-Sozialvorschriften schreiben bei Bus-Rundreisen eine Lenkzeitpause am siebten Tag vor (zuvor am 12. Tag). Die Unternehmen müssen deshalb bei längeren Rundreisen einen zweiten Fahrer einsetzen. Resultat: Die Reisen werden teurer, aber nicht sicherer. Europaweit laufen die Busunternehmen gegen diese Regelung Sturm. Christof Lüftner dazu: Wir erwarten uns beim nächsten Verkehrsministerrat im April ein deutliches Signal von BM Werner Faymann für die Abschaffung dieser Regelung!

Brancheninfo: 167 Tiroler Unternehmen mit ca. 680 Autobussen (Sitzplatzkapazität: 28.000 Plätze) befördern Einheimische und Gäste im Gelegenheitsverkehr. Zusätzlich werden noch ca. 550 Busse im Linienverkehr eingesetzt.

Autor:

Wirtschaftskammer Tirol aus Imst

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