Die Euro 2008 treibt erste Blüten: Überflüssige Fahrverbote für Lkw

Tirols Wirtschaft ist am Ball. Und so soll es bleiben. Besonders auch während der Fußballeuropameisterschaft im Juni. Der Entwurf einer Verordnung des BMVIT, mit der für bestimmte Straßen an den Spieltagen in Innsbruck ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen Gesamtgewicht verfügt wird, stößt bei der Wirtschaftskammer Tirol deshalb auf Unverständnis. Das ist ein klassisches Eigentor, so WK-Präsident Jürgen Bodenseer.

Die geplante Verordnung sieht vor, dass an den Spieltagen 10. und 18. Juni in Innsbruck von 10 bis 22 Uhr und am 14. Juni 2008 von 10 bis 15 Uhr auf der Inntalautobahn (A12), der Brennerautobahn (A13) und der Arlberg-Schnellstraße (S 16) kein Lkw mit mehr als 7,5 Tonnen Gesamtgewicht fahren darf. Interessanterweise erachten dies Politik und Behörden in den anderen drei Spielländern Salzburg, Kärnten und in Wien nicht für notwendig, wundert sich Gottfried Strobl, Obmann der Sparte Transport und Verkehr in der WK Tirol, über das wirtschaftliche Unverständnis der Initiatoren dieser Verordnung.

Da am 10. und 18. Juni auf der A 12 und der A 13 nach 22 Uhr das Nachtfahrverbot sowie am 14. Juni das Wochenendfahrverbot in Kraft tritt, käme es zu einer enormen Einschränkung der Einsatzmöglichkeiten der Nutzfahrzeuge. Als Frotzelei betrachtet Strobl außerdem den Hinweis im Vorblatt des Entwurfes, dass es durch das Fahrverbot zu keinen finanziellen und wirtschaftspolitischen Auswirkungen kommen würde. Strobl: Vielmehr stellt die Einschränkung eine unverhältnismäßige Behinderung des Wirtschaftsverkehrs mit negativen Auswirkungen dar.

Die Spiele mit Spanien, Schweden und Russland werden nicht dazu führen, dass auf den drei genannten Straßenzügen der Verkehr zusammenbricht. Für das Straßennetz im Raum Innsbruck bestehen ohnedies große Verkehrsbeschränkungen. Die vorgesehenen verkehrslenkenden Maßnahmen sind ausreichend. Es ist weder nachvollziehbar noch gerechtfertigt, den gesamten Wirtschaftsverkehr in diesem Raum ab 10 Uhr Vormittag lahm zu legen, so Strobl. Zumal es kaum Ausweichmöglichkeiten gebe. Die vorgesehenen Fahrverbote sind wirtschafts-, kunden- und unternehmerfeindlich und deshalb abzulehnen, schließt Strobl.

Autor:

Wirtschaftskammer Tirol aus Imst

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