Gewerbeobmann Georg Steixner: Studiengebühren sind Steuerfalle!

Wer soll die 150 Mio. Euro für den Wegfall der Studiengebühren bezahlen? Gewerbeobmann Georg Steixner sieht eine neue Belastungswelle auf das Gewerbe zukommen. Außerdem: Wer die Abschaffung der Studiengebühren in Österreich fordert, müsste gleichzeitig auch alle anderen Aus- und Weiterbildungen im Bereich der Wirtschaft zur Gänze aus den Steuern finanzieren.

Die Ankündigung der SPÖ, die Studiengebühren wieder abzuschaffen, lässt Georg Steixner, Obmann der Sparte Gewerbe & Handwerk in der WK Tirol, die Zornesröte ins Gesicht steigen: Das schlägt dem Fass den Boden aus denn wer wird die 150 Mio. Euro bezahlen, die dieses saure Wahlzuckerl kostet? Die Klein- und Mittelbetriebe, die über 70 Prozent aller Ertragssteuern in diesem Land aufbringen, der größte Arbeitgeber in diesem Land sind und denen selbst schon seit Jahren Entlastung versprochen wird!, ärgert sich Steixner.

Die Finanzierung der Ausbildungssysteme weißt ohnehin ein horrendes Ungleichgewicht auf: Die schulische Ausbildung, von der Volks- bis zur Hochschule, wäre nach SPÖ-Plan gänzlich kostenlos. Die praktische Ausbildung scheint der öffentlichen Hand hingegen nichts wert zu sein. Lediglich für die Berufsschule kommt der Staat auf. Steixner: Die Unternehmen bezahlen die Ausbildung ihrer Fachkräfte selbst. Und wenn sich die jungen Fachkräfte weiter qualifizieren wollen, müssen sie dafür selbst in die Tasche greifen. So ist es doch selbstverständlich, dass auch für die Ausbildung an der Hochschule ein ohnehin nur äußerst geringer Anteil an den Kosten von den Studenten zu übernehmen ist.

Angesichts der großen Nachfrage der Unternehmen nach gut und hoch qualifizierten Fachkräften wie eben Meistern lässt die Forderung der SPÖ für Steixner nur einen Schluss zu: Sollte diese irrwitzige Idee vom Nationalrat tatsächlich umgesetzt werden, zweifle ich stark daran, dass dann der Staat in der Lage ist, alle gleich zu behandeln und die Kosten für alle Aus- und Weiterbildungen zur Gänze aufzubringen, so Steixner,
und eine zusätzliche Belastung der Betriebe kommt sicher nicht in Frage - ganz im Gegenteil, wir brauchen endlich eine spürbare Entlastung.

Autor:

Wirtschaftskammer Tirol aus Imst

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