Misstöne bei Finanzierungen

Die Imster Bergbahnen gerieten durch „Kommunikationsprobleme“ zwischen der Sparkasse und der Kommune kurzfristig in Liquiditäts-Schwierigkeiten: Schräge Optik.
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  • hochgeladen von Clemens Perktold

Die Imster Sparkasse hatte durch eine ausstehende Haftungserklärung der Gemeinde das Konto der Bergbahnen eingefroren. Die Löhne der Angestellten wurden nach Interventionen verzögert ausbezahlt, ein schaler Nachgeschmack bleibt bestehen.
IMST (pc). Sichtlich verschnupft berichtete Vize-Bürgermeister Gebi Mantl, seines Zeichens auch Aufsichtsrat der Imster Bergbahnen, in der jüngsten Gemeinderats-Sitzung von der aktuellen Finanzgebarung zwischen der Sparkasse und den heimischen Liften.

„Unfaires Verhalten“
„Die Bank hat sich der Stadt und der Bergbahn gegenüber nicht fair verhalten“, erklärte Mantl, „wir hätten in der letzten Mai-Sitzung einen Gemeinderatsbeschluss zur Haftung für die Kredite eines Pistengerätes und des Ski-Data-Systems nachreichen müssen, was mir aber erst am Tag der Sitzung mitgeteilt wurde. Ansonsten würde der Kontokorrentkredit eingefroren.“
Die Imster Banker machten ihre Drohung wahr und sperrten tatsächlich das Konto der Bergbahnen, was zur Folge hatte, dass die Löhne nicht ausbezahlt werden konnten. Mantl meinte zynisch: „Erst nach intensiver Interventionen wurden die Gelder freigegeben. Aber wie heißt es im Slogan der Sparkasse so schön - In jeder Beziehung zählen die Menschen.“
In der vergangenen Gemeinderatssitzung wurde die Haftungserklärung jedenfalls einstimmig beschlossen, womit die Sache vorerst vom Tisch wäre.

Schaler Nachgeschmack
Ein schaler Nachgeschmack bleibt aber allemal bestehen, denn als langjähriger Partner der Stadt Imst und der Bergbahnen hat sich die Sparkasse als Partner mit dieser Vorgangsweise nicht gerade empfohlen. Bürgermeister Stefan Weirather sieht die Sache nicht ganz so dramatisch: „Hier war sicher ein gewisses Kommunikationsdefizit vorhanden, das aber hoffentlich bald ausgeräumt ist.“ Von Seiten der Sparkasse Imst lässt man via Agenturmeldung inzwischen ausrichten: „Meinhard Reich, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Imst und Bürgermeister Stefan Weirtaher haben alle Unklarheiten rund um den Kontokorrentkredit der Imster Bergbahnen im direkten Gespräch bereits beseitigt.“ Reich räumt ein, dass es Kommunikationsschwierigkeiten gegeben habe, diese aber geklärt wurden.

Zur Sache
Ehekrise in Sicht?

„Ich werde mit dem Vorstand der Imster Bergbahnen in den nächsten Tagen nochmals persönlich sprechen, um die langjährige und gute Beziehung weiterhin sicher zu stellen“, erklärt Meinhard Reich. Er bedauert, dass es zu
einer Verzögerung bei den Gehaltsauszahlung der Bergbahnenmitarbeiter gekommen ist. Für die Stadtgemeinde Imst ist der Fall bereits abgeschlossen und Bürgermeister Stefan Weirather sieht keinen Bedarf für weitere Gespräche. „Wir haben mit dem Vorstand der Sparkasse Imst AG darüber gesprochen. Die Kreditgeschäfte wurden inzwischen für alle zufriedenstellend abgewickelt. Ich betrachte dieses Thema als erledigt“, so Stadtchef Weirather. Beide Partner bemühen sich offensichtlich um eine Verbesserung der Beziehung: Das ist auch gut so, denn die Stadt braucht für die künftigen Vorhaben in Hoch-Imst eine verlässliche Bank und die Sparkasse hat selbst erst unlängst den regionalen Auftrag erneuert und bekräftigt...

Die Imster Bergbahnen gerieten durch „Kommunikationsprobleme“ zwischen der Sparkasse und der Kommune kurzfristig in Liquiditäts-Schwierigkeiten: Schräge Optik.

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