"Nervenzentrale" der TIWAG

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SILZ (sz). Seit 2010 war die TIWAG auf der Suche nach einem geeigneten Standort für eine moderne Kraftwerksleitstelle. Imst und Ampass standen zur Diskussion, "letztlich einigten wir uns mit unseren Sicherheitsexperten auf die starke Kraftwerksgruppe Silz-Sellrain, die eines der Herzstücke der Tiroler Wasserkraft darstellt", wie Projektleiter Harald Oleschko beim kürzlich stattgefundenen Spatenstich den Anwesenden erläuterte. Bereits seit zwölf Jahren werden alle TIWAG-Kraftwerke zentral von Silz aus gesteuert, immerhin werden rund zwei Drittel der Energie im Tiroler Oberland produziert. "Eine konsequente Professionalisierung in allen Bereichen führt zum Unternehmenserfolg, und was wir machen, machen wir ordentlich", stellte TIWAG-Boss Bruno Wallnöfer klar.

Europaweite Ausschreibung
Ein Wettbewerb wurde in ganz Europa für das Bauprojekt ausgeschrieben. Das Echo auf die Auslobung des Realisierungswettbewerbs war international riesig. Aus über 70 Bewerbern gewann schließlich das Architekturbüro "Bechter & Zaffignani" aus Bregenz den Auftrag zugeteilt. "Mit den Ausführungsarbeiten werden ausschließlich Tiroler Unternehmen beauftragt", fügte TIWAG-Vorstandsdirektor Alfred Fraidl hinzu. Für die stolze Summe von rund zwölf Millionen Euro soll nun eine hochmoderne Leitstelle entstehen. Zudem wird ein Besucherzentrum, das Informationen über den Kraftwerkspark der TIWAG, allgemeine energiewirtschaftliche Zusammenhänge sowie über geplante Kraftwerksprojekte bieten soll, gebaut. Diese Erneuerungen stellen zugleich den Beginn der Erweiterung der Kraftwerksgruppe SIlz-Sellrain dar, erklärt Wallnöfer und fügt hinzu: "Dieses Projekt wird ein Beitrag zur Energiewende in Europa." Die Arbeiten laufen bereits auf Hochtouren, "genau im Zeitplan", wie die Projektinitiatoren versicherten.

Noch bis Ende dieses Jahres sollen die Arbeiten am "Infopoint" sowie an den Außenmaßnahmen der Leitstelle abgeschlossen sein. Im Frühjahr 2013 werden die notwendigen Innenausbau-Maßnahmen ergriffen, bis das "Mastermind" der TIWAG schließlich 2014 in Betrieb genommen werden kann.

Auch Silzer Bürgermeister Hermann Föger freute sich über die Wichtigkeit dieses Kraftwerkes und sprach von einer Bereicherung der Region.

Schwallbecken angedacht
Erste Gespräche bezüglich des Baus eines Wasserschwallbeckens wurden parallel zum Leitstellen-Projekt geführt, wie Wallnöfer verrät. Grund dafür seien die bevorstehenden Richtlinien seitens der EU. Wallnöfer dazu: "Die Maßnahmen zur Errichtung eines solchen Beckens werden bis in ca. zwölf Jahren vorgeschrieben werden. Aufgrund des Umstandes dieser Erweiterung wurde überlegt, schon jetzt, quasi freiwillig diese Richtlinie umzusetzen." Rund zehn Hektar Fläche würde dieses Becken an Platz benötigen, da das Becken maximal drei Meter in die Tiefe gehen darf. "Nach den ersten Gesprächen mit der Gemeinde Stams und den Grundeigentümern sind wir zuversichtlich, dass am Ende des Tages eine Lösung gefunden wird", schloss Wallnöfer.

Autor:

Stephan Zangerle aus Imst

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