Wirtschaftskammer lud zum jährlichen Empfang
Vor Spaltung der Gesellschaft gewarnt

WIrtschaftskammer-Obmann der Bezirksstelle Imst, Josef Huber.
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WK-Obmann Josef Huber warnte unlängst beim Empfang in der WK Imst vor der Spaltung der Gesellschaft bezüglich des Tourismus, die nach seiner Meinung den NGO's und der Petition "Feldring" geschuldet sei.

IMST (ps). Die Wirtschaftskammer lud vergangenen Donnerstag zum alljährlichen Empfang, zu dem sich mit 270 Gästen so viele wie noch nie angemeldet hatten. WK-Obmann Josef Huber zog Bilanz und machte sich für die Sparte Tourismus stark. Insbesondere die Spaltung der Gesellschaft, die den NGO's und der Petition geschuldet sei, fand Huber bedenklich. "Den Wirtschaftszweig Tourismus abzusägen halte ich geringe gesagt für wenig klug, eine andere Bewirtschaftung unserer Region ist nicht so einfach", zeigte Huber die wirtschaftliche Notwendigkeit des Tourismus in unseren Regionen auf. Die topographischen Gegebenheiten von steilen Bergen und engen Tälern seien dafür verantwortlich, für den Tourismus aber ein Segen. So hätte man sich vor einigen Jahrzehnten für diesen Weg entschieden und den Bezirk infrastruktuell ausgezeichnet ausgebaut.

Verkehr ist zum Problem angewachsen

Dass der dadurch entstehende Verkehr seit langem zum Problem geworden ist, sei nicht von der Hand zu weisen. Auch hier fand Huber deutliche Worte: "Dass Tourismusverbände früher Fremdenverkehrsverbände hießen, zeigt den engen Zusammenhang zwischen Verkehr und Tourismus. Im Laufe der Zeit haben sich jedoch sowohl die Hotellerie und die Gastronomie als auch die Seilbahnwirtschaft positiv weiterentwickelt, die Verkehrserschließungen sind aber nach wie vor unverändert, hier ist die Politik gefordert. Die Wirtschaft dafür verantwortlich zu machen, ist der falsche Ansatz." Die Unternehmer seien in punkto Umweltschutz Vorbilder. Die größten Photovoltaikanlagen auf Firmendächern, modernste Filteranlagen und Vorreiter bei E-Mobilität sprächen für sich. Der schwarze Peter gehöre nicht in die Hand der Unternehmer und bezüglich des immer mehr in Missgunst geratenen Tourismus müsse man seitens der Politik schnell klare Zeichen setzen. 

Seilbahner als Retter in der Not

"Es ist knapp über zehn Jahre her, da hat die Seilbahnwirtschaft mit Aufträgen in Millionenhöhe den drohenden Wirtschaftskollaps in Tirol abgefedert. Damals bedankten sich alle Parteien bei den Seilbahnen des Landes für die Rettung hunderter Arbeitsplätze", erinnert Huber. Heute würden einige dieser Parteien den Tourismus an den Pranger stellen. "Man vergisst eben sehr schnell, doch die Prognosen zeigen wieder in eine schwierige Situation in Europa, in Deutschland ist die Welle schon angekommen", warnt Huber.
Der Zusammenschluss der beiden Gletscherskigebiete Ötztal/Pitztal hat für die WK Imst trotz des  vorläufigen Rückzuges der Betreiber höchste Priorität. "Speziell die Auswirkungen des Projekts auf regionale Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Einkommen sind enorm. Nur durch innovative Neuerungen hat die nächste Generation einen Anreiz weiterzumachen und die Abwanderung kann verringert werden", plädiert Huber abschließend.

Autor:

Petra Schöpf aus Imst

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