Vorsorge, Pension, Pensionsantritt

Niedrige Geburtenraten und eine immer höhere Lebenserwartung zwingen die Politik zum Handeln. Eine Hochsetzung des Renteneintrittsalters auf 67. Doch glaubt man den Prognosen, ist das noch nicht das Ende der Fahnenstange.

Um die Renten auch langfristig sicherzustellen, hört man immer häufiger in der Diskussion von der Zahl 70 als Renteneintrittsalter.

Doch offen gestanden: Wer arbeitet so lange?! Das aktuelle Renteneintrittsalter liegt bei 65. Der Große Durchschnitt hört allerdings statistisch mit 61,7 Jahren auf zu arbeiten.

Wie also kann und soll man diese Lücke schließen?

Die Antwort lautet: Rechtzeitig vorsorgen und sich bereits in aktiven Jahren einen Kapitalstock für das Alter aufbauen.

Wie? Fragen sie mich!

Rentenalter-
EU-weite Tendenz: steigend

Rentner werden immer älter, und das meint neuerdings nicht nur, sie leben länger, sondern es dauert wahrscheinlich künftig länger, bis der bezahlte Ruhestand erreicht wird. Um diesen zu finanzieren, wurden Angaben von Eurostat zufolge in den alten EU-Staaten (EU15) im Durchschnitt 12,6% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aufgewendet.

Was die entwickelten Länder betrifft, so werden Europa und Japan die ausgeprägtesten Überalterungstrends bis zum Jahr 2050 erleben - der Bevölkerungsanteil der über 60jährigen wird in Europa etwa 37% betragen und in Japan noch höher sein, im Vergleich zu nur 27% in Nordamerika, wo das Bevölkerungswachstum weiterhin relativ stark bleiben wird.

Innerhalb der Altersgruppe der über 60jährigen wird es zudem einen beträchtlichen Anstieg der Zahl der Hochbetagten geben, d.h. der über 80jährigen. Während die Hochbetagten heute ca. 3% der europäischen Bevölkerung ausmachen, wird sich ihr Anteil in elf der alten EU-Staaten (EU15) bis 2050 auf mind. 10% belaufen.

Die Überalterung der Gesellschaft resultiert im wesentlichen aus sinkenden Geburtenraten und einer gestiegenen Lebenserwartung. Eine weitere Ursache ist der sog. Baby-Boom, der zu großen zahlenmäßigen Unterschieden zwischen den Altersgruppen geführt hat.

Die Überalterung wird zwar in den kommenden Jahrzehnten ein allgegenwärtiger Trend werden, doch gibt es eine große Variationsbreite in bezug auf den zeitlichen Verlauf und die Geschwindigkeit des demographischen Wandels, die wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhänge und die Einstellung gegenüber damit verbundenen Herausforderungen.

Eine gewisse Konformität zeichnet sich dabei in puncto Rentenalter ab. Auf 67 Jahre soll es in Deutschland steigen; andere EU-Länder haben ähnliches geplant oder bereits eingeleitet. In Belgien führte die Regierungsabsicht, die Grenze für den Vorruhestand zu erhöhen, im Oktober 2005 sogar zum Generalstreik, in Österreich kam es vor 3 Jahren wegen der vorgesehenen schrittweisen Anhebung des Rentenalters und Abschaffung der Frühpensionierung zum größten Streik seit über 50 Jahren.

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Das Eintrittsalter wird in 5-Monats-Schritten solange um jeweils einen Monat heraufgesetzt, bis es für Frauen bei 60 Jahren und für Männer bei 65 Jahren liegt. Nach 01.01.1944 geborene Männer (für Frauen wird diese Bestimmung erst ab 01.01.2028 im Zuge der Erhöhung der Regelaltersgrenze relevant) können ab einem Alter von 62 Jahren eine sog. Korridorpension beanspruchen, falls mind. 450 Versicherungsmonate zurückgelegt wurden.

Bei der seit 01.01.2007 möglichen Schwerarbeitspension verringert sich das Eintrittsalter um einen Monat je vier Monate schwerer Arbeit bis auf max. 60 Jahre; Voraussetzung ist ein Anteil von mind. 180 Schwerarbeitsmonaten an mind. 540 Versicherungsmonaten. Außerdem ermöglichen unter dem Begriff "Hacklerregelung" zusammengefaßte Ausnahmebestimmungen langjährig Versicherten (Frauen: 480 Beitragsmonate; Männer: 540 Beitragsmonate) einen früheren Rentenbeginn:

Vor dem 30.06.1955 geborene Frauen bzw. vor dem 30.06.1950 geborene Männer können mit 55 bzw. 60 Jahren in Rente gehen; Frauen, die danach bis Ende 1959, bzw. Männer, die danach bis Ende 1954 geboren sind, können nach einem am Geburtsjahrgang ausgerichteten Staffelsystem schon zwischen 55,5 und 59 Jahren (Frauen) bzw. 60,5 und 64 Jahren (Männer) eine Pension beziehen. Wer mehr als die Hälfte der Beitragsmonate unter körperlich oder psychisch besonders belastenden Bedingungen erwarb und zwischen 01.07.1955 und 31.12.1963 (Frauen) bzw. 01.07.1950 und 31.12.1958 (Männer) geboren ist, kann ebenfalls mit 55 bzw. 60 Jahren eine Rente erhalten.

Fazit ist:

Wer sich nicht in den aktiven Arbeitsjahren selbst einen richtigen - und vor allem einen stabilen Kapitalstock zurechtgelegt hat, der wird mit seiner Pensionierung höchst wahrscheinlich - nicht mehr diesen gewohnten Lebensstandard sich leisten können, den er/sie sich wohl verdient hätten.

Weisheit:

Als ich klein war, glaubte ich,
Geld sei das wichtigste im Leben.
Heute, da ich alt bin, weiß ich:
Es stimmt.

gefunden bei Oscar Wilde!

Autor:

Christian Zoller aus Imst

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