14.09.2014, 13:06 Uhr

Arlbergbahn: Zum 130. Geburtstag wird kräftig investiert

ÖBB Infrastruktur setzt ab 28. September in der 15-tägige Streckensperre zwischen Landeck (Ötztal) und Bludenz über 100 Einzelvorhaben um. Insgesamt werden über 16 Millionen Euro investiert. Moderne Anlagen und höchste Sicherheit für die Bahn- Kunden entlang der Gebirgsbahn für die kommenden Jahre sind das erklärte Ziel. Ab Sonntag 28. September 07:30 Uhr wird die Arlbergbahnstrecke zwischen Landeck-Zams (ab 3. Oktober bereits ab Ötztal) und Bludenz bis zum 12. Oktober um 15 Uhr gesperrt. Über 100 Einzelmaßnahmen zur Modernisierung sowie Erhöhung der Sicherheit werden auf der 90 km langen in weiten Bereichen eingleisigen Eisenbahnstrecke zwischen Tirol und Vorarlberg umgesetzt. Hauptschauplätze auf Tiroler Seite sind die Bauarbeiten zwischen Ötztal und Landeck, am Bahnhof Imst-Pitztal sowie zwischen Landeck und Pians und am Bahnhof Strengen. Auf der Vorarlberger Seite wird an mehreren Stellen zwischen Langen und Braz gearbeitet. Gleise und Weichen werden neu verlegt, Brücken saniert sowie Gewölbe saniert. Ebenso am Programm stehen Maßnahmen zur Erneuerung mehrerer Wasserdurchlässe sowie das Zurückschneiden der Bäume und Sträucher entlang der Bahntrasse. „Die Maßnahmen sind punktgenau und aufeinander abgestimmt geplant und werden in einem engen Zeitplan umgesetzt. Die Strecke wird so kurz wie notwendig gesperrt und dafür bitten wir um Verständnis“, so ÖBB Streckenmanager Erwin Nagele. Während der Dauer der umfangreichen Modernisierungsarbeiten wird ein Schienenersatzverkehr mit ÖBB-Postbussen für die Kunden eingerichtet. Die Reisenden werden gebeten, sich im Vorfeld über die geänderten Abfahrtszeiten der Züge bzw. Busse zu informieren. Gerade die Fernverkehrszüge aus Vorarlberg werden um ca. 30 Minuten früher unterwegs sein um die Pünktlichkeit für die Weiterfahrt ab den Tiroler Bahnhöfen nach Salzburg und Wien zu garantieren. Insgesamt investiert die ÖBB-Infrastruktur AG rund 16,5 Millionen Euro in das Modernisierungskonzept.

In 15 Tagen wird rund um die Uhr gearbeitet

Damit die zahlreichen bahnspezifischen Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten zügig ausgeführt werden, wird teilweise in drei Schichten, rund um die Uhr, an sieben Tagen die Woche gearbeitet. Der Ablauf der Sperre ist bis ins kleinste Detail geplant. Die ÖBB-Fachkräfte nutzen die Dauersperre für zahlreiche wichtige Arbeiten. Insgesamt werden über 7.000 Meter Schienen, 7.500 Bahnschwellen sowie acht Weichen neu verlegt. Zudem werden wichtige Instandhaltungsarbeiten an 18 Weichen durchgeführt. Für die Umsetzung sind über 8.000 Tonnen Gleisschotter notwendig, die teilweise im Recyclingverfahren – werden aufbereitet und wieder verwendet – eingebaut werden. Der Sperrenzeitraum wird außerdem genutzt um mit Spezialfahrzeugen die Tunnel- und Brückenuntersuchungen entlang der Arlbergbahn durchzuführen. Die zeitlich begrenzte Sperre ist minutiös geplant und wird von den Fachkräften der ÖBB effizient genützt. Im Abschnitt zwischen Ötztal und Landeck werden an mehreren Stellen die Bahnschwellen erneuert. Im Bahnhof Imst-Pitztal werden neue Weichen verlegt. Im Abschnitt zwischen Landeck und Pians werden die Burschlbrücke sowie eine Wirtschaftsunterführung neu errichtet. Ebenfalls neu errichtet wird die Geigertobelbachbrücke zwischen Pians und Strengen. Im Bereich Bahnhof Wald am Arlberg sowie Bahnhof Braz werden Schienen und Weichen neu verlegt. Die Sperre der Bahnstrecke wird zudem für Ausholzungsarbeiten und Mäharbeiten entlang der Gleisanlagen genützt. An Brückentragwerken und Signalanlagen werden Inspektionsarbeiten durchgeführt. Um die Funktionstüchtigkeit der Entwässerungsanlagen zu erhalten, werden Tunneldrainagen, Verrohrungen und Wasserdurchlässe von einem Kanalspülzug gereinigt.
Die Nachtzüge zwischen Zürich bzw. Vorarlberg und Wien bzw. Graz werden großräumig über Lindau – München – Salzburg umgeleitet. Für diese Züge wird für den ausfallenden Streckenabschnitt zwischen Salzburg – Innsbruck – Feldkirch ein Schienenersatzverkehr mit Bussen angeboten. Die Details mit den Abfahrtszeiten werden derzeit ausgearbeitet.
Während der gesamten Dauer der Sperre der Arlbergbahnstrecke, vom 28. September bis zum 12. Oktober 2014, verkehren die Fernverkehrszüge aus Zürich und Bregenz in Richtung Innsbruck, Salzburg, Wien nach einem geänderten Fahrplan. Diese Fernverkehrszüge werden zwischen Zürich und Bludenz jeweils um ca. 30 Minuten früher geführt. Reisende aus der Region Rheintal, die in Feldkirch auf einen Fernverkehrszug in Richtung Innsbruck – Wien umsteigen, werden gebeten auf frühere REX bzw. S-Bahn Züge umzusteigen, damit ihr betreffender Anschluss sichergestellt wird. Die Busse im Schienenersatzverkehr fahren vom Bahnhof Bludenz in Richtung Landeck bzw. Ötztal ebenfalls früher ab. Die ÖBB sind trotz des Schienenersatzverkehrs bemüht, ihren Kunden die gewohnt hohe Qualität an Pünktlichkeit zu bieten. Die Nahverkehrszüge, REX und S-Bahn-Züge, in Vorarlberg verkehren während der Dauer der Sperre planmäßig.

Auswirkungen Fern- und Nahverkehr in Tirol:

Für die Fernverkehrszüge über den Arlberg wird zwischen Landeck-Zams und Bludenz, sowie ab 03. Oktober bereits ab Ötztal ein Ersatzverkehr mit Bussen angeboten. Die Kunden müssen für Reisen nach Vorarlberg bzw. in die Schweiz mit längeren Fahrzeiten rechnen. Während der Sperre der Bahnstrecke zwischen Ötztal und Bludenz, vom 3. bis zum 12. Oktober 2014, werden die Nahverkehrszüge (REX und S-Bahnen) zwischen Landeck – Ötztal ebenfalls mit Bussen im Schienenersatzverkehr geführt. Die Busse ab Landeck, Schönwies, Imsterberg sowie Imst und Roppen in Richtung Ötztal verkehren hier jeweils um bis zu fünf Minuten vor der fahrplanmäßigen Abfahrtszeit der Nahverkehrszüge. Diese Maßnahme ist notwendig um die Pünktlichkeit auf einem möglichst hohen Level zu halten.

Güterzüge werden über Lindau umgeleitet

Während der Sperre der Arlbergbahn müssen auch mehrere Güterzüge über die Bodenseelinie umgeleitet werden. Das bedeutet dass die Güterzüge von Wolfurt bzw. Bludenz über Bregenz – Lindau geführt werden müssen.
Für die umfassende Information der Reisenden werden die Abweichungen vom planmäßigen Verkehr zeitgerecht in die elektronische Fahrplaninformation eingearbeitet. Zudem erhalten die Kunden Auskünfte rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche beim ÖBB-Kundenservice unter der Rufnummer 05-1717 (Österreichweit zum Ortstarif), an den Ticketschaltern und im Internet unter www.oebb.at.
Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 469 Millionen Fahrgäste und 109,3 Mio. Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 92 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern, zu 90 Prozent aus Wasserkraft. Die ÖBB gehören mit 95,9 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 39.513 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich 1.761 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Mio. Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.
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