20.11.2017, 14:09 Uhr

Auf dem Weg nach oben

IMST/UMHAUSEN (ps). Rund um die älteste Naturkunst-Rodelbahn, auf der noch Rennen gefahren werden, scharen sich die Mitglieder des Rodelvereins Imst. Die Geschichte der Bahn ist genauso legendär wie die der Vereinsmitglieder selber. Einen Olympiamedaillengewinner hat man in den eigenen Reihen und mehrere Topathleten. auch wenn die Blüte der Bahn vorüber zu sein scheint, umgibt sie doch der Ruf der Einzigartigkeit. "Wer in Imst ordentlich herunterkommt, schafft es auf jeder Bahn der Welt" soll einmal ein Sportler gesagt haben. Im Gegensatz zum Eiskanal in Igls, der als Autobahn gilt, muss man in der Alten Dame in Imst eine technische Herausforderung sehen. Nach wie vor veranstaltet der RV Imst jährlich zwei Weltcuprenn, diese Saison fallen sie auf 13. und 14. Jänner. "Bei optimalen Witterungsverhältnissen schaffen unsere Bahnarbeiter auch für mehrere Wochen Bedingungen für faire Wettkämpfe, doch wie kalt der Winter wird kann man vorher nie wissen", so Peter Schmid, Obmann des Imster Rodelvereins. Unsere Aktivitäten gehen aber weit über das Herrichten der Bahn hinaus. "Wie vergangenes Jahr öffnen wir auch heuer wieder die Tore zum Weihnachtskeller im Hotel Sonne. Wir freuen uns von Donnerstag bis Sonntag, von 18. bis 24. Uhr über zahlreiche Gäste", informierte Schmid.

Athleten des RC Imst
Unsere Top-Athlethen sind gerne hier zum Training, doch die Haupttrainingsanlage ist das Leistungszentrum in Innsbruck. Unser heißestes Eisen ist der erst sechzehn jährige Riccardo Schöpf aus Umhausen. Er ist ein wahres Nachwuchstalent und startet altersgerecht im Einzel in der Gruppe Jugend A, im Doppel geht er mit seinem Partner Juri Gatt bereits in der Junioren-Klasse an den Start. Die beiden haben sich vergangenen Herbst das erste mal geeinsam auf einen Schlitten gestezt und auf Anhieb perfekt harmoniert. Nach anfänglichen Materialtüfteleien dürfte einem Start beim Weltcup in Oberhof (D) nichts im Wege stehen. Der Vollblutsportler Schöpf ist genetisch vorbelastet, waren sein Vater und sein Großvater doch auch schon erfolgreich auf der Naturbahnrodel. Auch Riccardo startete bereits als Sechsjähriger als Naturbahnrodler im Leistungszentrum Umhausen seine bereits erfolgversprechende Karriere.

Auf dem Weg nach oben
Mit zwölf sattelte er dann nach einem für ihn nicht günstigen Trainerwechsel und einem Probelauf im Igler Eiskanal auf die Kunstbahn um. "Bereits bei der ersten Fahrt beim Schnuppertraining mit Sandra Lembert fing ich Feuer und beschloß umzusteigen", so Schöpf. Seither rodelt der junge Ötztaler für den Imster RC und es läuft von Saison zu Saison immer besser. "Beim Weltcup der Allgemeinen Klasse durfte er bereits als Vorläufer starten. "Der Spaß am Rodeln und der absolute Wille irgendwann ganz oben am Treppchen zu stehen, lassen mich härter trainieren und treiben mich an", so der ehrgeizige Rodler. Er besucht die Sport-Handelsschule in Innsbruck und trainiert sieben bis neunmal die Woche. Das Training läuft parallel zur Schule, so bleibt dem Jugendlichen nicht sehr viel Freizeit. Diese verbringt er gerne zu Hause oder mit seinen besten Freunden. "Der Sport bedeutet mir alles, es ginge für mich gar nicht ohne", sprach er und reiste nach Deutschland ins Trainingslager.
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